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Arzneipflanze des Jahres 2020 – Der Echte Lavendel

Jeder kennt ihn und viele Gartenfreunde lieben ihn – der Echte Lavendel! Sobald sich die lilafarbenen Blütenähren in die Höhe strecken und ihren intensiven und unverwechselbaren Duft verströmen, steht eins fest: Nun zeigt sich der Sommer von seiner schönsten Seite. Jetzt wurde der Echte Lavendel vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde zur Arzneipflanze des Jahres 2020 gekürt. Was tatsächlich hinter dieser Heilpflanze steckt und wie Sie den Echten Lavendel am besten pflegen, verraten wir Ihnen in diesem Blog-Beitrag.

 

Das äußere Erscheinungsbild

Der echte Lavendel (Lavandula angustifolia) zählt zu den kompakt wachsenden Lavendelarten und bildet somit eine buschige Form mit niedriger Höhe aus. In den meisten Fällen erreicht die Staude eine Höhe von ungefähr 30 bis 50 cm. Selbstverständlich ernten die Blüten die meiste Aufmerksamkeit jedes Betrachters. Neben der dunkelvioletten Färbung rundet der intensiv süße Duft das Profil der Blüten ab. Zudem bildet diese Lavendelart auffällig viele Samen, sodass sich die Pflanze gelegentlich auch selbst im Blumenbeet aussäht. Auch das Blattwerk hat einiges zu bieten: Die mit feinen Härchen bedeckten, graugrünen Blätter besitzen einen bläulichen Schimmer und verbergen das ätherische Öl, das sich großer Beliebtheit erfreut. Mit den Jahren entwickelt sich der Echte Lavendel zu einem kräftigen Kleinstrauch, dessen untere Pflanzenstiele verholzen.

 

Der richtige Standort

Mittlerweile hat sich der Echte Lavendel als zeitloser Klassiker bewährt. Ob Kräutergarten, Steinanlagen oder als Unterpflanzung: Dieser anpassungsfähige Halbstrauch freundet sich mit beinahe jeden Standort an.  Passend zum mediterranen Charme, den die Staude ausstrahlt, bevorzugt der Echte Lavendel einen warmen Standort mit uneingeschränkten Sonnenbädern. Ein sonniger Standort kurbelt die Blühfreudigkeit des Kleinstrauchs an und daher tummeln sich besonders viele, hungrige Insekten an sonnig platzierten Exemplaren. Hauptsächlich werden Bienen, Schmetterlinge und Hummeln von dem intensiven Blütenduft angezogen und daher dient die lilafarbene Nahrungsquelle als beliebter Treffpunkt für die kleinen Tierchen.

 

Die wohltuende Pflege

Mit dem echten Lavendel holen Sie sich ein wirklich pflegeleichtes und genügsames Kerlchen in Ihren Garten. Wussten Sie, dass dieses Exemplar die beste Kälteeigenschaft unter allen Lavendelarten besitzt? Aus diesem Grund trifft man diese Staude, die als weiteste verbreitete Lavendelart in unseren Breiten gilt, besonders häufig in unseren Gärten. Laut Literaturangaben liegt das Temperaturminimum bei ausgewachsenen Exemplaren bei ca. -15/-17°C. Somit können Ihre grünen Lieblinge den Winter problemlos draußen im Erdreich verbringen. Nach der Blüte ist ein Rückschnitt der Staude empfehlenswert.

Beim Gießen dieser Duftpflanze können Sie sich an dem Spruch „weniger ist mehr“ orientieren. In ihrer ursprünglichen Heimat in Südeuropa ist die Pflanze an felsige Untergründe und trockene Böden gewöhnt. Daher bilden ausgepflanzte Exemplare lange Pfahlwurzel, um sich mit Hilfe der tiefen Wasserquellen selbstständig zu versorgen. Aus diesem Grund muss Freilandlavendel in der Regel gar nicht gegossen werden. Allerdings freut sich der Echte Lavendel während langanhaltender Trockenperioden natürlich über eine Portion Wasser. Der Wurzelballen darf nicht austrocknen. Das Gleiche gilt bei Lavendel, der als Kübelpflanze kultiviert wird. Sowohl Ballentrockenheit als auch Staunässe werden nicht vertagen und sollten stets verhindert werden. Zudem sorgt eine durchlässige Erde sowohl bei Kübel- als auch bei ausgepflanzten Pflanzen für eine optimale Wasserversorgung. Kleiner Tipp: Abgestandenes Wasser oder Regenwasser schmecken dem Echten Lavendel am besten!

 

Die heilende Wirkung

Dem Echten Lavendel werden viele lindernde und heilende Eigenschaften zugesprochen. Bereits im Mittelalter waren die Menschen von der Heilpflanze überzeugt, die sich auch in der heutigen Zeit als fester Bestandteil in der Naturheilkunde bewähren kann. Neben Gerbstoffen und Flavonoiden liegt das Haupfaugenmerk bei den Wirkstoffen auf dem kostbaren, ätherischen Öl des Lavendels. Für ein Kilogramm des begehrten Lavendelöls werden durchschnittlich 145 kg Blütenrispen benötigt.

Mittlerweile gilt das bekannte Hausmittelchen als zugelassenes Arzneimittel, das vor allem gegen Stress, innere Unruhe, Einschlafstörungen, Kopfschmerzen und Angststörungen eingesetzt wird. Auch bei kosmetischer Behandlung wie der Hautpflege und der Narbenbehandlung darf der Echte Lavendel mittlerweile ebenfalls nicht fehlen. Dabei ist eine Anwendung in verschiedenen Formen möglich z.B. als Haut-Öl, Inhalation, Tee und Gewürz.

Lavendelduft: Um die Konzentration des Stresshormons Kortisol im Körper zu senken, genügt es einige Minuten intensiv an den Blüten des Lavendels zu riechen.

Lavendelöl: Um Muskelverspannungen zu lösen oder Kopfschmerzen zu lindern, kann Lavendelöl bei der Massage an der betroffenen Stelle eingerieben werden. Zudem kann ein Lavendelölbad gegen Einschlafstörungen helfen.

Lavendeltee: Gegen die innere Unruhe und als fiebersenkendes und krampflösendes Mittel bei Verdauungsproblemen kann Lavendeltee zur Linderung der Beschwerden beitragen.

 

Quellen:

Internet: https://www.lavendel.net/wirkung/anwendungsgebiete/ (Zugriffsdatum: 10.02.2020)

Internet: https://www.lavendel.net/lavandula/angustifolia/ (Zugriffsdatum: 10.02.2020)

Internet: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Lavendel-als-Heilpflanze-verwenden,lavendel178.html (Zugriffsdatum: 10.02.2020)

Internet: https://www.baumschule-horstmann.de/shop/exec/product/693/8213/Echter-Lavendel.html (Zugriffsdatum: 10.02.2020)

Internet: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/natur-des-jahres/2020.html (Zugriffsdatum: 10.02.2020)