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Der Feigenkaktus - Kaktus des Jahres 2019

Der beliebte Feigenkaktus kann sich in diesem Jahr an dem Titel „Kaktus des Jahrs 2019“ erfreuen. Die Kakteengesellschaft Deutschlands, Österreichs und der Schweiz hat sich für die Opuntia ficus-indica entschieden, da diese Nutzpflanze zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten bietet.

Die essbaren Früchte gelten unter Obstliebhabern als wahre Leckerbissen und werden neben dem direktem Verzehr auch zu Saft, Sirup und Marmelade verarbeitet. Die zarten Jungtriebe werden ebenfalls als kulinarische Köstlichkeit geschätzt und besitzen eine leicht herbe Geschmacksnote und eine knusprige Oberflächenstruktur. Somit erweisen sich die jungen Triebe als genussvolle Bereicherung für herzhafte Eierspeisen, exotische Salate und ausgefallene Suppen. Vor allem in der mexikanischen Küche werden die Triebe, die sogenannten Nopals, in frischer oder getrockneter Form verwendet – probieren Sie es ebenfalls aus!

Zudem ist der Feigenkaktus ein wichtiger Lebensraum der Cochenille-Laus, die zur Gewinnung des roten Farbstoffes Karmin dient. Dafür werden die Läuse geerntet, getrocknet und anschließend zu einem feinen Pulver gemahlen. Dadurch wird der Farbstoff herausgezogen, der daraufhin für die weitere Verarbeitung genutzt werden kann. Schon die Azteken färbten auf diesem Wege ihre Stoffe ein.

Die ursprüngliche Heimat dieser Sukkulenten liegt im warmen Mexiko. Mittlerweile ist der Feigenkaktus auch in Europa anzutreffen und erweist sich als weit verbreitete Pflanze, die vor allem an den Mittelmeergebieten nicht mehr wegzudenken ist. Auch die Landschaften von Südafrika, Australien und den Kanaren sind von dem Erscheinungsbild dieser Opuntia geprägt. Durch die schnelle Wurzelbildung an den einzelnen Blattsegmenten ist eine rasche Verarbeitung der Pflanze möglich. Der Gattungsname Opuntia ist auf eine mysteriöse Pflanze zurückzuführen, die in antiken Kräuterbüchern mit einer auffälligen Wurzelbildung abgebildet wird. Dabei sitzen die Wurzeln direkt an den einzelnen Blattsegmenten und bahnen sich von da den Weg ins Erdreich. Somit steckt ein Stück griechisch-römischer Kultur hinter der botanischen Bezeichnung der Feigenkaktusse. Der Artname ficus-indica heißt übersetzt „indische Feige“ und bezieht sich auf der einen Seite auf die Form der Früchte, die an die essbaren Feigen erinnern. Zugleich wurde zur damaligen Zeit die Heimat der Feigenkaktus als die neue Welt Indien bezeichnet, sodass diese zwei Aspekte als zusammengesetzte Wörter den übersetzten Artnamen „indische Feige“ ergeben.

Pflegehinweise

Gönnen Sie diesem stacheligen Genossen einen sonnigen und warmen Standort und Sie werden mit einer gesunden Entwicklung belohnt. Die dickfleischigen Blattsegmente gelten als zuverlässiger Wasserspeicher der Pflanze, sodass die Opuntia ficus-indica problemlos längere Trockenperioden überstehen kann. Allerdings freut sich auch ein Feigenkaktus über gelegentliche Wassergaben. Dabei sichert ein durchlässiges Substrat eine optimale Wasserversorgung Ihres grünen Schützlings, da Staunässe nicht vertragen wird und unbedingt verhindert werden sollte. Um die Blütenbildung im Frühjahr anzukurbeln, ist eine kühle Überwinterung bei Temperaturen zwischen 6 und 8°C empfehlenswert. Da es sich um eine lichtbedürftige Pflanze handelt, sollte auch während der winterlichen Ruhephase eine ausreichende Lichtversorgung gewährleistet sein. Auch bei diesem Exemplar gilt: Je kühler der Standort, desto weniger Wassergaben werden benötigt.