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Der natürliche Winterschutz – eine altbewährte Methode gegen die Kälte!

Mutter Natur bietet uns zahlreiche Möglichkeiten, um unsere Pflanzen im Garten gegen die winterlichen Temperaturen zu schützen. Neben den umweltfreundlichen Materialien sprechen die kaum anfallenden Anschaffungskosten für den natürlichen Winterschutz. Schonen Sie die Umwelt und Ihren Geldbeutel und benutzen Sie die Materialen, die Ihnen die Natur zur Verfügung stellt. Wir verraten, wie’s geht!

Laub

Das Laub ist ein altbekannter Winterschutz und zählt zu den ältesten Methoden, um Pflanzen vor der eisigen Kälte zu schützen. Die abgefallenen Blätter der Laubbäume können besonders gut zur Erdabdeckung verwendet werden. Verteilen Sie dafür eine großzügige Laubschicht um Ihre Pflanze, sodass das Wurzelwerk geschützt ist. Achten Sie darauf, dass das Laub nicht fest an die Erde gedrückt wird, sondern locker und luftig über dem Erdreich liegt. Durch den natürlichen Zersetzungsprozess der Blätter wird die unterste Schicht des Laubdaches nach einiger Zeit eine gewisse Fäulniserscheinungen aufweisen. Damit die Fäulnis keine schädlichen Auswirkungen auf das Wurzelwerk Ihrer Pflanzen hat, sollte das Laubdach bei ansteigenden Temperaturen aufgelockert oder gewendet werden. Durch die frische Luftzufuhr besteht keine Gefahr für Ihre Pflanze. Ab Februar bis März können Sie Ihre Pflanzen dann endgültig von den zahlreichen Blättern befreien.

Doch welches Laub eignet sich am besten? Feines Laub bestehend aus den abgeworfenen Blättern einer Birke wird schneller zersetzt und stellt keinen optimalen Schutz dar. Wir empfehlen größere Blätter für das Laubdach zu verwenden wie z. B. von einer Eiche. Dieses Laub bildet eine lockere Blattschicht und ermöglicht eine längere Verzögerung der Zersetzung.

Unser Tipp: Die schützende Wirkung der Blätter wirkt nicht bei einem Rasen! Lassen Sie Ihre feinen Grünflächen nicht von einer geschlossenen Laubdecke verschließen, da der Rasen auf eine stetige Luftzufuhr angewiesen ist und ansonsten Fäulniserscheinungen drohen.

Tannenreisig

Das Tannenreisig ist ein vielfältig einsetzbarer Winterschutz, der sich vor allem bei Rosen als äußerst effektiv erweist. Durch die zahlreichen Dornen dieser reichblühenden Schönheiten können dünne Abdeckungshauben und Vliesschichten beschädigt werden. Das Tannenreisig erweist sich als unempfindliches Material und findet ohne großen Aufwand einen angemessenen Halt an den dornenbesetzten Zweigen der Rose. Dabei sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Veredelungsstelle der Rosen mit einer angemessenen Schicht aus Tannenreisig geschützt ist. Bei Hochstammrosen binden Sie größere Tannenzweige unmittelbar unter die kugelförmige Blattkrone des Stammes zusammen und ziehen anschließend den Draht von unten nach oben als lockere Spirale um die Krone. Zum Schluss binden Sie über dem Blattwerk der Rosen das Tannenreisig zusammen, sodass eine schützende Hülle in Form eines Balles entsteht. Allerdings können Sie auch den unteren Bereich von Hochstämmen mit Tannenreisig schützen, indem Sie die Tannenzweige in das Erdreich stecken und anschließend wie ein kleines Indianerzelt an den Stamm anlehnen. Zurückgezogene Stauden und andere Pflanzen können ebenfalls auf diese Art mit den grünen Tannenzweigen abgedeckt und geschützt werden.
Neben dem Vorteil der Luftdurchlässigkeit überzeugt das Tannenreisig ebenfalls mit optischen Reizen und erweist sich als prachtvolles Zierelement, das Ihre Pflanzen zu einem winterlichen Hingucker verwandelt.

Unser Tipp: Um die Entfernung des Tannenreisigs im Frühjahr so angenehm wie möglich zu gestalten, verwenden Sie die Zweige einer Nordmanntanne. Dieses Tannenreisig verliert nur wenige Nadeln und ermöglicht eine schnelle Befreiung Ihrer Pflanzen von dieser natürlichen Abdeckung!

Bambusmatten

Bambusmatten gelten als minimal lichtdurchlässiger Winterschutz, der sich besonders gut für das Umwickeln von Gefäßen und Kübeln eignet. Als Alternative können Sie Ihre Kübelpflanzen auch ganz einfach auf die Bambusmatten stellen, damit Ihre Pflanze vor der eisigen Kälte des eingefrorenen Erdreiches geschützt ist. Zudem können Sie auch ausgepflanzte Exemplare mit Bambusmatten ausstatten, indem Sie dieses natürliche Material um die Pflanze und somit über das Wurzelwerk legen. Allerdings muss auch bei diesem natürlichen Produkt darauf geachtet werden, dass sich durch die Zersetzung dieser atmungsaktiven Matten keine Fäulniserscheinungen auf die Pflanze übertragen.

Mulch

Bei diesem natürlichen Winterschutz empfehlen wir die Verwendung von Pinienmulch, da dieses Produkt ausschließlich aus der Rinde der Pinie besteht. Das bekannte Rindenmulch hingegen ist eine Mischung aus den verschiedensten Gehölzen und Ziersträuchern und kennzeichnet sich durch verschiedene Qualitätsnormen. Daher ist das Rindenmulch besonders anfällig für eine starke Pilzbildung, die sich negativ auf das Wohlbefinden Ihrer Pflanze auswirken kann.
Für einen optimalen Winterschutz verwenden Sie einen Pinienmulch mit der Stärke von 7 bis 14 mm. Dieses Produkt können Sie als 5 bis 10 cm dicke Schicht um Ihre Pflanzen und Palmen legen. Im Frühjahr sollte das Pinienmulch wieder entfernt werden, da die zerkleinerten Pinienstücke ätherische Öle enthalten, die nach längerer Zeit an das Erdreich abgegeben werden und somit negative Auswirkungen auf das Wurzelwerk der Pflanzen haben können.

Wasser

Auch das Wasser erweist sich als unverzichtbarer Winterschutz! Viele Pflanzenfreunde und Hobbygärtner stellen die Wasserversorgung Ihrer Pflanzen im Spätherbst ein, sodass der Topfballen einer Kübelpflanze mit der Zeit ausgetrocknet ist. Allerdings besitzt die Pflanze stets einen eigenen Wasserhaushalt, der bei Frost und einer trockenen Erde gefriert. Allerdings kann gefrorenes Wasser im Wurzelwerk nicht wiederherstellbare Schäden hervorrufen! Das gefrorene Wasser dehnt sich nämlich aus und bringt das feine Wurzelwerk zum Reißen. Bei geplatzten Wurzeln ist die Pflanze nicht mehr in der Lage Wasser und wichtige Nährstoffe aufzunehmen. Die Folge ist das baldige Absterben der Pflanze!
Um diese böse Überraschung im Frühjahr zu vermeiden, versorgen Sie Ihre Kübelpflanzen auch im Winter mit Wasser, sodass eine gleichmäßige Feuchtigkeit im Substrat aufrecht gehalten wird. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt lässt der Frost die feuchte Erde gefrieren und verschont den Wasserhaushalt der Pflanze. Auch bei Beet- und Balkonpflanzen funktioniert diese Form des Winterschutzes. Allerdings sollten Sie Ihre grünen Lieblinge keiner Staunässe aussetzen, da dies zu einer Fäulnis der Wurzeln führen kann.
 
Auch zahlreiche Obstplantagen nutzen diesen natürlichen Winterschutz in Form von Frostberegnung. Um die zierlichen Blüten vor kühlen Nachfrösten im April und Mai zu schützen, werden die kompletten Obstpflanzen vor dem Frost befeuchtet, sodass sich eine schützende Wasserhülle um die Bäume legt. Bei Frost gefriert diese Wasserschicht, die sich als ein wahrer Schutzschild erweist und die innenliegenden Blüten vor der Kälte bewahrt.


Nun sind Sie an der Reihe: Wir haben Ihnen in drei Beiträgen zahlreiche Möglichkeiten des Winterschutzes vorgestellt, jetzt können Sie sich für Ihren persönlichen Favoriten entscheiden. Denken Sie jedoch daran, dass die Kombination der einzelnen Tipps den optimalen Winterschutz für Ihre Pflanzen darstellt!