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Die Feige: dekorative Kübelpflanze mit süßer Ernte

Die Echte Feige (Ficus carica) wird wegen ihrer süßen, grünen oder blau-violetten Früchte im gesamten Mittelmeerraum kultiviert und zählt zu den ältesten Kultur- und Nutzpflanzen der Welt. Hauptanbaugebiet ist die Türkei. Die meisten Feigen werden getrocknet und kommen in Deutschland dementsprechend als Dörrobst in den Handel. Bei uns werden die mediterranen Pflanzen vorwiegend in Kübeln gehalten und sind sehr dekorativ. Mit seinem knorrigen, gedrehten Stamm und den großen, dunkelgrünen Blättern ist der Feigenbaum ein echter Hingucker und bringt mediterranes Lebensgefühl in Ihr Zuhause. Die Feige wächst als Strauch oder Baum und erreicht dabei eine Wuchshöhe von 3 bis maximal 10 Metern.

Der beste Standort

Kübelfeigen sind recht pflegeleicht und stellen nur geringe Ansprüche. Das Substrat sollte gut durchlässig sein, um Staunässe an der Wurzel zu vermeiden. Wir empfehlen die Palmenmann Spezialerde für mediterrane Pflanzen in unserem Online-Shop. Sie können aber auch eine hochwertige Blumenerde verwenden. Die Echte Feige gedeiht am besten im Freien und freut sich über einen sonnigen, windgeschützten Standort.    

Die richtige Pflege

Gießen Sie die Feige mäßig je nach Bedarf. Eine Wassergabe ist immer dann notwendig, wenn sich die Erde trocken anfühlt. Besonders voll belaubte Feigenbäume benötigen im Sommer mehr Wasser, da über die großen Blätter viel Flüssigkeit verdunstet. Staunässe am Wurzelballen bekommt der sonnenliebenden Pflanze allerdings gar nicht. In der Kübelhaltung empfiehlt sich eine Drainageschicht aus einigen Zentimetern Kieselsteinen, damit das überschüssige Wasser gut abfließen kann. Auf kalkhaltiges Leitungswasser reagiert die Feige empfindlich. Gießen Sie deshalb nach Möglichkeit mit sauberem Regenwasser. Längerer Trockenheit sollten Sie vermeiden, denn dann färben sich die Blätter braun und der Feigenbaum bildet nur kleine, saftlose Früchte aus.

In der Wachstumsphase im Frühjahr bis in den Spätsommer benötigt der Feigenbaum im Topf viele Nährstoffe. Düngen Sie ihn deshalb einmal wöchentlich mit einem hochwertigen Flüssigdünger für Kübelpflanzen. Achten Sie darauf, nur lebensmittelsichere Düngemittel zu verwenden, damit Sie die leckeren Früchte bedenkenlos verzehren können.

Ausgepflanzt ist der Feigenbaum schnellwüchsig und seine Verzweigungen beginnen schon in geringer Höhe. Um die Pflanze auszulichten und für eine schöne Form der Krone zu sorgen, ist ein vorsichtiger Rückschnitt im Frühjahr möglich. Kürzen Sie einzelne, zu lang gewordenen Triebe und entfernen Sie überkreuzende Zweige. Auch einen starken Rückschnitt, z.B. bei älteren, verkahlten Exemplaren, verträgt der Feigenbaum gut und treibt danach wieder kräftig aus. Ein radikaler Schnitt  führt allerdings zu einer geringeren Ernte, da sich die ersten Früchte an den Vorjahrestrieben entwickeln. Ein Tipp: Beim Zurückschneiden sollten Sie Handschuhe tragen, da der milchige Pflanzensaft die Haut reizen kann.

Das passende Winterquartier

Ein kühler aber frostfreier und witterungsgeschützter Raum ist der beste Ort für die Überwinterung. Auch im Wintergarten fühlt sich die Kübelfeige in der kalten Jahreszeit wohl, ist allerdings keine immergrüne Raumdekoration, denn Ficus carica wirft sein Laub in den Wintermonaten ab. Deshalb eignet sich auch der abgedunkelte Keller oder die Garage als Winterquartier.

Die reichliche Ernte

In den Hauptanbaugebieten im Mittelmeerraum werden die Feigen zweimal im Jahr geerntet. Die ersten Früchte reifen an den zweijährigen Trieben und werden im Juni und Juli gepflückt. Eine zweite, ertragreichere Ernte erfolgt im August und September. Die Früchte wachsen auch problemlos in unserem Klima. In Deutschland reift die zweite Ernte, an den jungen Trieben, allerdings nur in Gebieten mit besonders milden Wintern und an sehr sonnigen, geschützten Standorten. Die beste Chance auf eine zweite, reiche Ernte im Herbst haben Sie, wenn Sie die Feige im Kübel ziehen und ihr zur Überwinterung einen schönen Platz im Wintergarten bieten.

Die süßen Früchte

Da die Farbe der Früchte je nach Sorte variiert, wird der Reifegrad ertastet. Die Feigen sind bereit zur Ernte, wenn sie bei sanftem Druck leicht nachgeben. Zu weiche Früchte sind bereits überreif. Ihre selbstgeernteten Feigen können Sie direkt frisch genießen oder zu Kompott einkochen. Im Kühlschrank halten sich frischen Feigen nur wenige Tage, da sie relativ schnell anfangen zu gären. Eine beliebte Konservierungsmethode ist deshalb das Trocknen im Backofen. So könne Sie die süße Spezialität das ganze Jahr über genießen. Getrocknete Feigen sind zudem eine wichtige Zutat in der orientalischen Küche und verfeinern durch ihre süße Note zahlreiche Gerichte. Feigen sind nicht nur lecker, sondern gelten auch als verdauungsfördernd und sind reich an Vitaminen.

Die winterharten Sorten

Die Feige wird in vielen unterschiedlichen Sorten gezüchtet. Möchten Sie den Feigenbaum auspflanzen, kommt es auf die richtige Auswahl an. Die Winterhärte sollte genau an die Wetterbedingungen an Ihrem Standort angepasst sein. Im Allgemeinen gilt: Die Früchte sind umso süßer und saftiger, je frostempfindlicher die Sorte ist. Winterharte Sorten (bis - 20° C) sind zum Beispiel Early Dark, Bianco, Brown Turkey und Bornholmfeige. Zu den bedingt winterharten Sorten (bis - 12° C) zählen unter anderem die Bayernfeige, Rosetta, Morena und Peretta. Bei den Früchten unterscheiden sich die grünen und die blau-violetten Sorten. Sie wachsen ohne Blüte direkt an den Ästen. Die grünen Feigen sind dabei etwas früher reif als die blaue-violetten.

Die Feige im Christentum

Die Feige ist die erste genannte Pflanze in der Bibel und wird bei der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Garten Eden als einzige namentlich erwähnt. Adam und Eva kosteten vom Baum der Erkenntnis und wurden sich ihrer Nacktheit bewusst: Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz (Genesis 3,7). Deshalb steht das „Feigenblatt“ noch heute als Metapher für eine schamhafte Bedeckung.

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