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Die Tafeltraube: süßer Genuss und farbenfrohes Zierelement im Herbst

Die Weinrebe (Vitis vinifera) gehört zu den ältesten Kulturpflanzen und wurde bereits 3.500 v. Chr. von den Ägyptern, den Babyloniern und den Indern kultiviert. Die Römer brachten schließlich die ersten Pflanzen nach Deutschland. Aufgrund der unterschiedlichen Klimazonen entwickelten sich in Europa zahlreiche Rebsorten, die durch Züchtungen weiterentwickelt wurden.

Im heimischen Garten bietet sich besonders der Anbau von Tafeltrauben an. Diese speziell gezüchteten Sorten der Weinrebe sind größer als klassische Rebsorten und lassen sich sehr gut frisch verzehren. Ein weiterer Vorteil dieser Züchtungen ist, dass die blauen und weißen Tafeltrauben zumeist kernlos sind. Zur Weinherstellung sind sie dagegen weniger geeignet. Die starkwüchsigen Weinreben erreichen ohne Rückschnitt eine Wuchshöhe von bis zu 10 m. Ihre langen schmalen Triebe benötigen allerdings eine geeignete Kletterhilfe an der sie sich, mit ihren Sprossranken, festhalten können. Die Klettersträucher schmücken sich mit rundlich-herzförmigen Blättern, die 5 bis 15 cm groß werden. Das dekorative Blattwerk ist 3 bis 5-lappig  und je nach Sorte mehr oder weniger stark gezähnt. Die Blätter bilden sich an den Triebknoten und auf der gegenüberliegenden Seite die Sprossranken. Nach dem Sommer überrascht die laubabwerfende Weinrebe mit einem farbenfrohen Herbstkleid, bevor sie ihr Blattwerk ablegt.

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Sorten und je nach Klima, liegt die Blütezeit zwischen Mitte Mai und Mitte Juli. Die kleinen gelb-grünen Blüten stehen in Rispen eng zusammen. Die gezüchteten Sorten sind im Gegensatz zur Wilden Weinrebe nicht getrenntgeschlechtlich sondern besitzen zwittrige Blüten. Dadurch wird die Befruchtung erheblich vereinfacht. Aus den befruchteten Blüten entwickeln sich die leckeren Trauben. Wobei es sich bei den Trauben eigentlich um Beeren handelt. Auch farblich unterscheiden sich die Früchte. Je nach Sorte sind sie grün-gelb, rost-rot oder blau-violett. Den richtigen Erntezeitpunkt erkennt man an der sortentypischen Farbe der Beeren. Auch wenn die kleinen, runden Früchte bereits süß schmecken, dauert es meistens noch eine Woche bis Süße und Aroma voll ausgereift sind.

Die robuste Autumn Royal

Die Vitis vinifera Autumn Royal ist eine besonders leckere Sorte und das kompakte Stämmchen eignet sich gut für Deutsche Gärten und Terrassen. Durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit kommt die Autumn Royal auch mit Temperaturschwankungen zurecht und kann während der kalten Wintermonate im Freien kultiviert werden. Das Temperaturminimum bei ausgepflanzten Exemplaren liegt bei ca. - 15 / - 17° C. Bei Kübelpflanzen ist allerdings ein ausreichender Winterschutz erforderlich. Die saftigen, kernlosen Trauben der Autumn Royal sind im Herbst ein wahrer Genuss und verschönern zudem jeden Garten mit ihrer dunkelblaue bis violett gefärbten Schale. Die Autumn Royal ist die Tafeltraube, die die größten Beeren unter den kernlosen Sorten bildet. Ursprünglich stammt sie aus Kalifornien. Bis heute werden die Trauben dort für ihr fruchtig süßes Aroma geschätzt und deshalb zählt die Autumn Royal zu den beliebtesten Sorten in Amerika.

Der optimale Standort

Damit die Tafeltrauben gut ausreifen können, benötigt die Pflanze einen warmen und vollsonnigen Standort. In Regionen mit kühlerem Klima pflanzen Sie Ihre Vitis an einem geschützten Platz, wie zum Beispiel an einer nach Süden ausgerichteten Wand. Das Pflanzloch sollte etwa 50 cm tief sein und der Untergrund gelockert werden. An den Boden stellen Tafeltrauben keine besonderen Ansprüche. Ein durchlässiger guter Gartenboden ist vollkommen ausreichend. Pflanzzeit ist im April bis in den Sommer hinein. Achten Sie darauf, die Rebe etwas schräg zum Spalier hin einzupflanzen und dass die Veredelungsstelle nicht mit Erde bedeckt ist. Je nach gewünschter Erziehungsform ist es notwendig, an den Seiten ausreichend Platz zu lassen.

Die richtige Pflege

Besonders wichtig bei der Pflege Ihrer Tafeltraube, ist der richtige Schnitt bzw. die Erziehung.  Die Beeren entwickeln sich nur an den neuen Trieben des zweijährigen Holzes. Egal für welche Spalierform Sie sich entscheiden, Stützpfähle mit gespannten Drähten oder ein Gerüst zum Festbinden der Triebe sind immer notwendig. Binden Sie den kräftigsten Trieb am Stützpfahl fest und entfernen sie alle weiteren mit einer Gartenschere. Damit der Stamm sich gerade entwickeln kann und zum Schutz vor Bruch, ist regelmäßiges Anbinden wichtig. Bei Tafeltrauben gehört ein regelmäßiger Rückschnitt im Frühjahr und Sommer zur benötigten Pflege. Achten Sie auch darauf, die jungen Beeren regelmäßig freizuschneiden. Entfernen Sie die schattenwerfenden Blätter, damit die Früchte genug Sonne bekommen um optimal ausreifen zu können.

Für einen kräftigen und gesunden Wuchs sowie leckere Früchte, düngen Sie ihre Tafelrebe mit organischem NPK-Dünger. Wir empfehlen unseren leicht dosierbaren Palmenmann Langzeit-Dünger für mediterrane Pflanzen.

Um Ernteausfälle zu vermeiden, suchen Sie die Trauben-Sorte aus, die für das Klima in Ihrer Region am besten geeignet ist. Zum Beispiel sollte man in Regionen mit häufigem Spätfrost besser keine frühblühende Sorte pflanzen. Junge, frisch ausgepflanzte Reben sollten von allen Seiten mit Tannenzweigen bedeckt werden, um sie im ersten Winter vor zu starkem Zurückfrieren zu schützen.