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Die Überwinterung Ihrer Zimmerpflanzen - Was zu tun ist und vieles mehr

In diesem Blogartikel erfahren Sie alles, um Ihre Zimmerpflanzen sicher durch die kalte Jahreszeit zu führen. Pflanzenliebhaber bangen häufig um Ihre liebgewonnenen Mitbewohner. Viele Gewächse schaffen es nicht über den Winter und ihre Besitzer rätseln allzu oft über die möglichen Gründe. In den meisten Fällen sind Pflegefehler verantwortlich für das Ableben Ihrer grünen Mitbewohner. Ratgeber gehen oftmals nur sporadisch auf die Bedürfnisse von Pflanzen im Zimmer während der kalten Jahreszeit ein. Erfahren Sie jetzt detailliert, wieso Sie die Zimmerpflanzenpflege über die Wintermonate verändern sollten.

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Was verändert sich überhaupt während der kalten Jahreszeit?

Die Antwort steht in der Frage: Es wird kalt. Was bedeutet das für unsere Zimmerpflanzen? An zu kalten Temperaturen wird es wohl nur selten scheitern Ihre Schützlinge über den Winter zu kriegen. Es sind eher die Begleiterscheinungen, die den Zimmergewächsen zu schaffen machen. Die Luft wird trocken, weil wir heizen und die kalte Jahreszeit wird nicht ohne Grund auch die dunkle Jahreszeit genannt – es fehlt Licht. Welche Faktoren genau eine Rolle spielen, erfahren Sie im Folgenden.

Luftfeuchtigkeit

Heizen wir unsere Innenräume, verdunstet der Anteil an Wasserdampf in der Luft schneller. Die Luft trocknet aus – die Luftfeuchtigkeit nimmt ab. Irgendwann sorgt die trockene Luft dafür, dass auch das Wasser in der Pflanze schneller verdunstet. Die Blätter gehen ein, fangen an zu welken und fallen letztlich ab. 

Darüber hinaus ist eine trockene Pflanzenoberfläche perfekter Nährboden für Schädlinge. Die Tierchen saugen so lange Zellsaft mit wichtigen Nährstoffen aus den Blättern, bis diese verkümmern oder abfallen. Sie vermehren sich rasch und zerstören die Pflanze mit der Zeit. Das zuckerhaltige Ausscheideprodukt vieler Schädlinge, wie beispielsweise der Schildlaus, wird Honigtau genannt. Dieser begünstigt die Bildung von Rußtau, eine Pilzerkrankung, die sich durch schwarzen Belag auf den Blättern kennzeichnet.

Es gibt etliche Arten von Schädlingen. Die geläufigsten Arten der Tierchen lassen sich anhand charakteristischer Merkmale erkennen. Hier eine Übersicht:

Blattläuse:

  • Hell- bis dunkelbraun.
  • Auf der Blattunterseite und den Stängeln.
  • Blätter rollen sich zusammen oder verkümmern.
  • Hinterlassen glänzenden, klebrigen Honigtau auf den Blättern.

 

Schildläuse:

  • Meist braun oder rötlich.
  • Auf der Blattunterseite und den Stängeln.
  • Blätter verformen sich untypisch.
  • Hinterlassen glänzenden, klebrigen Honigtau auf den Blättern.

 

Wollläuse:

  • Weiß und bauschig.
  • Auf den Blättern und im Substrat.
  • Hinterlassen glänzenden, klebrigen Honigtau auf den Blättern.
  • Sind von schmierigem Wachsfilm überzogen.

 

Weiße Fliegen:

  • Weiß mit Flügeln.
  • Meist auf der Blattunterseite.
  • Hinterlassen glänzenden, klebrigen Honigtau auf den Blättern.
  • Fliegen bei Berührung der Pflanze kurz auf.

 

Spinnmilben:

  • Meist braun oder rötlich.
  • Auf Blättern oder Netzen dazwischen.
  • Helle Sprenkel auf Blättern durch Saugschäden.
  • Bei Besprühen mit Wasser sind Gespinste auf und um Pflanze gut erkennbar.

 

Thripse:

  • Länglich, dunkelbraun.
  • Auf den Blättern.
  • Helle Sprenkel auf und Löcher in den Blättern.
  • Auch geflügelte Varianten möglich.

 

Um einen Schädlingsbefall zu bekämpfen, isolieren Sie die betroffene Pflanze zunächst, damit die Tierchen nicht auf weitere Pflanzen übergehen. Ein erfolgreiches Hausmittel zur Bekämpfung von Schädlingen ist ein Gemisch aus Wasser, Kernseife und Spiritus. Geben Sie 20 Gramm Seife und 30 Milliliter Spiritus in einen Liter Wasser und vermischen die Substanzen. Benetzen Sie die befallene Pflanze acht Wochen lang im sieben Tage Rhythmus mit dem Gemisch. Entweder tränken Sie ein Tuch in der Lösung und reiben die Pflanze vorsichtig ein oder füllen sie in eine Sprühflasche. Das Gemisch verstopft die Atemwege der kleinen Tierchen und gibt der Pflanze einen Schutzfilm, der vor weiteren Saugschäden schützt. Die meisten Schädlinge bleiben nach ihrem Ableben auf der Pflanze, lassen sich jedoch gut abwaschen. Sollte der Befall weiterhin bestehen oder wollen Sie eine industriellere Lösung in Betracht ziehen, bietet unser Sortiment eine reiche Auswahl an Pflanzenschutzmitteln.

Ihrer Pflanze zuliebe eine hohe Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten ist einfacher als gedacht. Trocknet die Heizung im Winter die Raumluft aus, besprühen Sie Ihre Pflanze regelmäßig mit Wasser. Die Verdunstung sorgt für feuchte Luft um ihren Mitbewohner. Das Wasser ist bestenfalls kalkarm, um weiße Rückstände auf den Blättern zu vermeiden. Alternativ stellen Sie Wasserschalen um Ihre Pflanzen. Auch Luftbefeuchter sind eine erstklassige Wahl und haben, je nach Modell, einen dekorativen Mehrwert. Setzen Sie einen der drei Vorschläge in die Tat um, verhindern Sie das Austrocknen der Pflanze. Darüber hinaus beugen Sie auch einem Schädlingsbefall vor, denn die meisten von ihnen bevorzugen trockene Gefilde. Vorbeugung ist die beste Schädlingsbekämpfung.

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Temperatur

Bestimmt gibt es Leser, die eine viel bessere Lösung im Sinn haben, als Luftfeuchtigkeit zu imitieren: Wieso sollten Sie Feuchtluft nicht einfach durch ein offenes Fenster in Ihr Zimmer lassen? 

Die meisten Zimmerpflanzen unseres Sortiments stammen aus tropischen und subtropischen Gebieten weltweit. Jede Pflanze hat individuelle Anforderungen an die klimatischen Bedingungen um optimal zu wachsen. Allgemein ist eine Raumtemperatur von 18° C bis 24° C ideal für Zimmerpflanzen. Bis 15°C wachsen die meisten Arten weiter. Ab 14°C fahren Pflanzen ihre Stoffwechselprozesse in der Regel runter und begeben sich in eine Ruhephase. Diese Phase ist ein natürlicher Prozess genetischer Herkunft. Die Pflanze erholt sich von der kräftezehrenden Wachstumsphase und Blütenbildung, Nach dem Winter geht sie erholt in die nächste Vegetationsperiode über. Lassen Sie die Raumtemperatur besser nie unter 10° C fallen, um Kälteschäden an Ihren Zimmerpflanzen zu verhindern.

Natürlich können sie regelmäßig lüften. Das sollten Sie auch Ihrer eigenen Gesundheit willen. Die Raumluft durch Lüften zu befeuchten ist jedoch keine gute Idee. Bis die Luft ausreichend angereichert ist, wird sich die Temperatur drastisch senken. Exotische Pflanzen sind große Temperaturschwankungen innerhalb eines kurzen Zeitraums nicht gewohnt und erleiden einen Kälteschock. Das Stoßlüften ist eine schonende Art und Weise für frische Luft in den eigenen vier Wänden zu sorgen. Öffnen Sie das Fenster für maximal zehn Minuten vollständig und schließen es dann wieder. Die Luft wird ausgetauscht und die Temperaturschwankung hält sich im Rahmen. Schützen Sie Ihre Pflanzen vor Zugluft. Der kalte Luftstrom unterkühlt die Pflanze schnell und kann auch Schädlinge in die Wohnung tragen.

Lichtverhältnisse

Die Erde braucht genau ein Jahr, um eine Runde um die Sonne zu drehen. Da die Erdachse gekrümmt ist, gelangt das Sonnenlicht hierzulande nur ungleichmäßig auf die Oberfläche. Im Sommer scheint die Sonne länger. Im Winter wird es schneller dunkel. Die Anzahl an Sonnenstunden bestimmt die Jahreszeiten. Pflanzen brauchen Licht, um Photosynthese zu betreiben. Einheimische Pflanzen legen deshalb im dunklen Winter eine Ruhepause ein und nutzen den hellen Sommer für ihr Wachstum. Je weiter der Ort vom Äquator entfernt ist, desto prägnanter sind die Jahreszeiten bemerkbar. Im Umkehrschluss heißt das: Je tropischer der natürliche Lebensraum der Pflanze, desto geringer ist ihr Bedürfnis nach einer Ruhephase. In den Tropen gibt es keine Jahreszeiten.

Bis auf wenige Ausnahmen nehmen Ihre exotischen Mitbewohner die Winterruhe gern mit, aber keine von ihnen braucht sie wirklich. Im Sommer sind ausreichend Luftfeuchtigkeit, Wärme und Lichtstunden pro Tag vorhanden. Im Winter muss die Luft angereichert und das Zimmer geheizt werden. Außerdem bieten Pflanzenlampen die Möglichkeit das fehlende Sonnenlicht zu ersetzen. Natriumdampflampen und LED-Pflanzenlampen sind geläufige Lösungen Ihre Pflanzen mit ausreichend Licht zu versorgen. LED-Pflanzenlampen sind die effizientere Wahl. Sie sind nicht nur energieeffizienter, sondern besitzen variable Einstellungsmöglichkeiten. So haben Sie die Möglichkeit gezielt auf den Lichtbedarf Ihrer Pflanze einzugehen. Je wärmer der Innenraum ist, desto mehr Licht benötigt Ihre Pflanze, um artgerecht zu gedeihen. Meist reicht es schon aus, die Lampe während den Abendstunden einzuschalten bis Sie ins Bett gehen. Bei Bedarf schalten Sie die Pflanzenlampe auch in den Morgenstunden ein. 

Wenn Sie auf zusätzliche Beleuchtung verzichten, werden Ihre Mitbewohner in die Ruhephase übergehen. Stellen Sie Ihre Pflanzen trotzdem an ein Fenster zur Südseite. Auch Pflanzen im Halbschatten sollten etwas näher ans Fenster gerückt werden. In der Regel erhalten Pflanzen, die im Winter zwei oder mehr Meter vom Fenster entfernt stehen weniger als 500 Lux ab. So eine geringe Lichtstärke macht Photosynthese unmöglich. Ihre Pflanze wird wahrscheinlich ihre Blätter abwerfen. Entstauben Sie die Blätter Ihres Mitbewohners regelmäßig mit kalkfreiem Wasser. Staub verhindert die Aufnahme von Licht und legt der Photosynthese Steine in den Weg. Halten Sie die Raumtemperatur außerdem kühl, um die Pflanze nicht zu verwirren und unnötig zum Wachstum anzuregen. 

Wasserbedarf und Düngen

Befindet sich Ihre Zimmerpflanze in der Ruhephase, fährt sie ihre Stoffwechselprozesse auf ein Minimum herunter. In Verbindung mit kühler Raumtemperatur und weniger Sonneneinstrahlung braucht Ihre Pflanze weniger Wasser, da weniger verdunstet. Ein Gießvorgang pro Woche reicht in den meisten Fällen aus. Auf wachstumsfördernden Dünger kann komplett verzichtet werden.

Lassen Sie Ihre Pflanze weiterwachsen, behalten Sie das übliche Gieß- und Düngeverhalten bei. Das heißt, wenn Sie heizen und beleuchten, bleibt der Wasserbedarf gleich und Ihre Pflanze freut sich über zusätzliche Nährstoffe. Zudem gibt es sogenannte winterblühende Pflanzen, wie die Begonie, die unterstützenden Grünpflanzendünger oder Langzeitdünger dankend annimmt.

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Pflanzensprechstunde mit unserem Pflanzendoktor

Trotz detaillierten Anleitungen kommt es immer wieder dazu, dass Ihre Pflanzen krank werden. Nahezu immer hat es mit mangelnder oder zu viel Pflege zu tun. Unser Pflanzendoktor hat in seiner Sprechstunde häufige Probleme von Zimmerpflanzen im Winter kommentiert und verrät Ihnen, ob und wie Sie Ihre Pflanzen noch retten können. Zunächst sollten Sie immer prüfen, ob Ihre Pflanze von Schädlingen befallen ist. Falls nicht, können folgende Ursachen der Grund für Ihre kränkelnde Pflanze sein.

Die Blätter Ihrer Pflanze welken

Möglicherweise ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig. Heizen Sie den Raum in dem Ihre Pflanze steht regelmäßig? Falls ja, befeuchten Sie die Luft regelmäßig mit Wasserschalen, die Sie neben die Pflanze stellen oder besprühen sie mit Wasser.

Die Blätter Ihrer Pflanze fallen ab

Fallen die Blätter Ihrer Pflanze nach und nach ab, ist ein Nährstoffmangel der naheliegende Grund. Wenn Sie im Winter weder gießen noch düngen, weil sich Ihre Zimmerpflanze in Winterruhe befindet, nimmt sie lediglich Nährstoffe über das Licht auf. Stellen Sie die betroffene Pflanze daher näher ans Fenster, um einen Lichtmangel zu kompensieren. Auch Pflanzen, die im Sommer im Halbschatten sind, können im Winter an einem Fenster zur Südseite stehen.

Die Blätter Ihrer Pflanze sind gelb

Auch bei gelben Blättern ist ein Nährstoffmangel naheliegend. Ist der Lichtbedarf Ihrer Pflanze gedeckt? Je wärmer das Zimmer, desto höher der Lichtbedarf. Wird das Zimmer geheizt, befindet sich Ihre exotische Zimmerpflanze wahrscheinlich nicht in Winterruhe. In diesem Fall dürfen Sie etwas Dünger verabreichen, da die Pflanze wächst. Gießen Sie die Pflanze auch weiterhin, doch seien Sie vorsichtig. Zu viel Wasser kann die Blätter Ihrer Pflanze gelb werden lassen.

Die Blätter Ihrer Pflanze sind schlaff

Pflanzen lassen ihre Blätter entweder hängen, wenn sie zu wenig oder zu viel gegossen werden. Reflektieren Sie Ihr Gießverhalten und passen es etwas an. Die Pflanze sollte sich innerhalb weniger Stunden erholen.

Die Blätter Ihrer Pflanze rollen sich ein

Rollen sich die Blätter Ihrer Zimmerpflanze ein, ist meist ein Wassermangel die Ursache. Geben Sie Ihrer Pflanze einen guten Schluck Wasser. Innerhalb weniger Stunden sollte sich ihr Aussehen wieder normalisieren.

Achtung: Wurzelfäule

Möglicherweise verändert sich der Zustand Ihrer Pflanze trotz gezielter Behandlung nicht ins Positive. Der größte Feind Ihrer Zimmerpflanze ist die Wurzelfäule. Sie wird meist durch Staunässe verursacht und bewirkt, dass die Wurzeln absterben und der Pflanze keine Nährstoffe mehr liefern. Oberirdisch kann die Pflanze durch veränderte Blätter signalisieren, dass sie Wasser benötigt. In Wahrheit ist sie jedoch zu viel gewässert worden und kann nun kein Wasser mehr aufnehmen, da die Wurzeln faulen. Nichtkenner werden fleißig weitergießen und das Faulen fördern, bis die Pflanze nicht mehr zu retten ist. Überlegen Sie, ob Sie der Pflanze in letzte Zeit regelmäßig Wasser gegeben haben. Falls ja, nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und befreien den Wurzelballen von so viel Substrat wie möglich. Wie sehen die Wurzeln aus? Je heller, desto besser. Sollten Sie braune, schwarze, weiche oder modrige Wurzeln sehen, trennen Sie diese mit einem desinfizierten Messer großzügig ab. Entfernen Sie alle betroffenen Wurzelstränge. Ist das getan, pflanzen Sie Ihren Mitbewohner in neues Substrat. Je weiter die Wurzelfäule fortgeschritten ist, desto geringer sind die Hoffnungen auf vollständige Genesung Ihrer Zimmerpflanze. Wir drücken die Daumen!

Fazit zur Überwinterung Ihrer Zimmerpflanzen

Die Pflege von Zimmerpflanzen im Winter hängt davon ab, ob sich die Pflanzen in Winterruhe befinden. Falls dem so ist, fahren Sie ihre Stoffwechselprozesse runter und wachsen nicht weiter. Sie gießen dann viel seltener und brauchen nicht düngen. Rücken Sie Ihre Pflanze näher ans Fenster, als im Sommer, um den Lichtbedarf zu decken. Falls Ihre Pflanzen nicht in Winterruhe übergehen, verändert sich auch nichts an ihren Bedürfnissen. Halten Sie die Raumtemperatur konstant, sorgen Sie für genug Licht und achten Sie auf genug Luftfeuchtigkeit im Raum. Gießen und düngen Sie Ihre Mitbewohner gleichbleibend und achten aufmerksam auf Signale der Blätter.

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