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Kälte, Frost, Schnee – der richtige Winterschutz macht’s!

Damit sich Ihre Palmen, Olivenbäume und kälteempfindlichen Pflanzen jedes Jahr erneut von ihrer schönsten Seite zeigen können, ist eine sichere Überwinterung erforderlich. Mit dem richtigen Winterschutz bringen Sie Ihre grünen Lieblinge ganz entspannt über jeden Winter, sodass keiner Ihrer Exoten im heimischen Garten dem Frost zum Opfer fallen muss. In diesem Beitrag erhalten Sie einen hilfreichen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten des richtigen Winterschutzes, damit Sie zum Wintereinbruch bestens vorbereitet sind.

Die bunte Vielfalt

Eine Fülle von Möglichkeiten steht jedem Pflanzenfreund zur Verfügung, um den geliebten Garten winterfest zu machen. Die goldene Regel besagt, dass die Kombination der einzelnen Tipps den optimalen Winterschutz für Ihre Pflanzen darstellt. Diese Winterschutzvorkehrungen kann man in drei große Bereiche einteilen: Mit dem natürlichen Winterschutz greifen Sie zu Tannenreisig, Bambusmatten, Wasser, Laub und Mulch, während der Bereich der Winterabdeckung die Materialien wie Vlies, Luftpolsterfolie, Kokosmatten und Abdeckungshauben einschließt. Zu dem mechanischen Winterschutz zählen Heizkabel und Heizlüfter.  In diesem Beitrag erfahren Sie wertvolle Tipps für die Methode der Winterabdeckung.

Die bekannte Luftpolsterfolie

Der große Vorteil der Luftpolsterfolie besteht darin, dass es sich hierbei um ein lichtdurchlässiges Material handelt. Vor allem Pflanzen, die über das ganze Jahr wachsen z. B. Palmen, sind auf eine ganzjährige Lichtversorgung angewiesen. Bedenken Sie jedoch, dass dieses Material nicht luftdurchlässig ist. Somit eignet sich die windfeste Luftpolsterfolie besonders gut zum Umwickeln von Kübeln oder zum Bau von provisorischen Gewächshäusern, die vor allem größeren Pflanzen einen optimalen Schutz vor der eisigen Kälte bieten.

Zum Bau einer solchen Konstruktion sind lediglich acht Holzbalken erforderlich, die Sie um eine Pflanze oder um eine ganze Gruppe standfest positionieren. Mit kleineren Holzelementen können Sie nun die einzelnen Balken miteinander verbinden, sodass ein Grundgerüst entsteht. Nun nehmen Sie die Luftpolsterfolie und wickeln diese bis zum Boden um die Pfosten herum, welche anschließend an den Holzbalken fixiert werden kann. Nun kommt es auf die richtige Abdeckung an! Da die Luftpolsterfolie nicht luftdurchlässig ist, würde sich bei einer festen Abdeckung mit diesem Material Feuchtigkeit im Inneren sammeln, die im schlimmsten Fall zu Fäulniserscheinungen an der Pflanzenstruktur führen kann. Somit ist eine flexible Abdeckung aus der Luftpolsterfolie empfehlenswert, die bei sonnigen Wintertagen mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt eine Stoßlüftung ermöglicht. Wenn jedoch bei langanhaltendem Dauerfrost die Sonne zum Vorschein kommt, kann es gravierende Auswirkungen für das Wohlbefinden Ihrer Pflanzen haben, wenn Sie die Abdeckung zum Lüften öffnen. In diesem Fall empfehlen wir einen Jutestoff über die geschlossene Konstruktion zu legen, sodass kein direktes Sonnenlicht die Luftpolsterfolie erreichen kann. Denn eine stauende Wärme im Inneren kann zu großen Mengen an Kondenswasser führen, was eine zu hohe Luftfeuchtigkeit nach sich ziehen kann. Somit dient der Jutestoff als Schattenspender, der eine stauende Wärme mit hoher Luftfeuchtigkeit effektiv vermeidet.

Von einer direkten Umwicklung einer Pflanze mit der luftundurchlässigen Luftpolsterfolie raten wir ab, da die Feuchtigkeit im Inneren nicht entweichen kann.

Vlies als Alleskönner

Bei Vlies handelt es sich um ein Material, das sowohl licht- als auch luftdurchlässig ist. Bei atmungsaktiven Stoffen liegt der Vorteil darin, dass eine stetige Luftzirkulation gewährleistet ist und Feuchtigkeit problemlos entweichen kann. Das Vlies wird in zwei unterschiedliche Varianten eingeteilt: Thermovlies und normales Vlies. Das Thermovlies eignet sich für besonders kalte Gegenden, während das normale Vlies für mildere Winter gedacht ist. Da es sich bei Thermovlies um ein dichteres Material handelt, kommt weniger Licht durch als bei normalem Vlies. Beide Vlies-Varianten kann man für das Umwickeln von Pflanzen nehmen, insbesondere für Palmen und Olivenbäume.

Um eine Palme mit Vlies winterfest zu machen, klappen Sie die Palmenblätter hoch und fixieren Sie diese mit Klebeband zu einem lockeren Bündel zusammen. Nun können Sie die komplette Palme mit Vlies umwickeln. Dabei ist zu beachten, dass sich im oberen Bereich des Palmenstammes das Herz der Palme befindet, welches besonders warm gehalten werden sollte. Achten Sie darauf, dass das Vlies nicht zu straff um die Palme gewickelt wird, da Ihr Exot auch während des Winters wächst. Zudem erschwert eine zu straffe Umwicklung die notwendige Luftzirkulation.

Bei dieser Konstruktion bleibt die „Vlies-Säule“ oben geöffnet. Bei starkem Laubfall sollten Sie darauf achten, dass sich keine Blätter in den Wedeln der eingepackten Palme verfangen, da diese mit der Zeit nach unten rutschen. Durch den darauffolgenden Zersetzungsprozess der Laubblätter kann es zu Stammfäulnis an der Palme kommen. Somit sollten die Palmwedel regelmäßig von Laub befreit werden. Auch vor nassem Schnee sollten die Wedel frei gehalten werden, da das schwere Gewicht einzelne Wedel zum Brechen bringen kann. Zudem kann die Schneelast zu einer Überdehnung der Pflanzengefäße führen, sodass die Wedel an Spannkraft verlieren und im Frühjahr schlaff herunterhängen.

Nicht nur das Vlies, sondern auch der Jutestoff zählt zu den lichtdurchlässigen und atmungsaktiven Materialen, mit dem Sie Ihre Pflanzen einwickeln können.

Kokosmatte und Schutzhaube

Bei der Kokosmatte handelt es sich um einen atmungsaktiven Stoff, der allerdings kein Licht durchlässt. Daher kann man dieses Material hervorragend zum Einwickeln der Gefäße von Kübelpflanzen benutzen. Zudem eignet sich die Kokosmatte ebenfalls für die Umwicklung von Palmenstämmen.

Bei den Hauben gibt es verschiedene Maße, die Sie an die Größe Ihre Pflanze anpassen können. In unserem Webshop bieten wir die Größen S bis XXL an. Dieser Winterschutz ist die schnellste Abdeckungsmethode, da Sie die Haube ganz einfach über die Pflanze stülpen können. Jedoch handelt es sich bei dieser Methode um keinen Langzeitschutz, da die atmungsaktiven Hauben nur minimal lichtdurchlässig sind. Somit sollte die Haube erst kurz vor dem Kälteeinbruch angebracht werden.

Denken Sie daran – alle Abdeckungsmaßnahmen sorgen nur während der Kälteperiode für den notwendigen Schutz der Pflanze. Sobald der Dauerfrost vorbei ist und die Temperaturen wieder steigen, sollte der Winterschutz in Form von jeglichen Abdeckungen entfernt werden!

In unserem nächsten Winterschutz-Beitrag erfahren Sie wertvolle Tipps über die Methode des Winterschutzes mit Heizkabeln und Heizlüftern.