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Staude des Jahres 2020 – Die Rutenhirse als zeitloses Ziergras

Eins steht fest: Gras kann mehr, als nur Grün sein! Hinter dem Begriff Ziergras versteckt sich eine ungeahnte Vielfalt an Formen und Farben. Der diesjährig gekürte Sieger unter den Gräsern bietet uns zahlreiche Möglichkeiten der Gartengestaltung. Auf der einen Seite hält die Rutenhirse den natürlichen Charakter jedes Gartens aufrecht und kann sich  auf der anderen Seite durch eine optimale Positionierung als wahrer Blickfang entpuppen. Aufgrund der Kombination aus optischer Attraktivität und pflegeleichter Kultivierung überzeugte das Panicum ebenfalls den Bund der deutschen Staudengärtner, der die Rutenhirse zur „Staude des Jahres 2020“ kürte. In diesem Blog-Beitrag beleuchten wir einmal die facettenreiche Sortenvielfalt dieses Exemplars. Los geht’s!

 

Sorte „Strictum“ – Die Straffe

Durch die streng aufrechte Wuchsform erhält dieses Exemplar klare Konturen und tritt als horstartiges Gesamtpaket mit filigraner und schlanker Silhouette auf. Erst im oberen Bereich der Pflanze findet durch die braunroten Blütenähren eine breite Auffächerung der Wuchsform statt. Durch den konsequent straff nach oben gerichteten Wuchs kann die Sorte Strictum eine Höhe von bis zu 180 cm erreichen.

 

Sorte „Rotstrahlbusch“ – Die Frühe

Die Stärke dieser Sorte liegt in der Farbintensität der Blätter. Bereits im Juni erglühen zunächst die Blattspitzen in einem kräftigen Rot, das mit dem satten Grün des restlichen Blattwerks bestens harmoniert. Im Laufe des Jahres bildet dieses dichtbuschige Ziergras eine leicht überhängende Form aus. Die feinen Blütenähren krönen das locker wirkende Blattwerk und zeigen sich mit einem bräunlichen Schimmer. Die mögliche Gesamthöhe von ca. 120 cm ordnet diese Sorte zum Kreis der kompaktwachsenden Rutenhirsen ein.

 

Sorte „Prairie Sky“ – Die Schlichte

Weniger ist bekanntlich mehr! Diese Sorte der Rutenhirse konzentriert sich auf das Wesentliche und steckt all ihre Energie in die grünblaue Färbung der aufrecht wachsenden und kräftigen Blätter. Mit der Bildung der feinen, silbergrauen Blütenähren erhält letztendlich auch dieses Exemplar eine verspielte Leichtigkeit. Im Herbst nimmt das mittlerweile 150 cm hohe Ziergras eine gelbe Färbung an.

 

Sorte „Squaw“ – Die Bunte

Dieses Ziergras kennzeichnet sich durch das eindrucksvolle Blattwerk: Die feingliedrigen Blätter präsentieren sich im frischen Grün und schmücken sich mit einer weinroten Färbung, die sich am Blattrand gekonnt zur Schau stellt. Im Herbst überzeugt diese Rutenhirse mit einem kräftigen Rot. Von Juli bis September kommen die feinen, rosafarbenen Ähren zum Vorschein, die das elegante Erscheinungsbild vervollständigen und der Rutenhirse zu einer Gesamthöhe von ca. 140 cm verhelfen.

 

Sorte „Northwind“ – Die Gestreifte

Das Erscheinungsbild dieser Rutenhirse nimmt im Laufe des Jahres eine überraschende Wende. Zunächst dominiert ein kühles Graugrün, das mit der Zeit von gelblichen, orangenen und kupferfarbenen Tönen abgelöst wird. Diese herbstliche Farbkonstellation lässt das Ziergras im eleganten Streifenkostüm erscheinen. Im Vergleich zum farbenfrohen Blattwerk handelt es sich bei den Blütenähren um ein eher schlichteres Element dieser Pflanze. Ihre gesamte Schönheit kann die Sorte Northwind mit einer Höhe von ca. 170 cm bestens zur Schau stellen.

 

Sorte „Cloud Nine“ – Die Große

Nicht für umsonst trägt diese Sorte den Namen Graublaue Riesen-Rutenhirse. Mit einer möglichen Gesamthöhe von ca. 210 cm gehört dieses Exemplar zu den stattlich gewachsenen Ziergräsern. Die feinen Blätter zeigen sich mit einer auffälligen Färbung, die einen bläulichen, sogar leicht gräulichen Schimmer besitzen. Trotz der überragenden Höhe benötigt diese Sorte erstaunlich wenig Platz, da dieses Ziergras eine trichterförmige und auffächernde Wuchsform vorweist. Somit ist eine Unterpflanzung dieser Rutenhirse problemlos möglich. Im Herbst präsentiert dieses Ziergras neben den mannshohen Blütenähren eine dekorative, gelbe Herbstfärbung der Blätter.

 

Sie sehen, diese Staude des Jahres 2020 hat einiges zu bieten. Neben den optischen Reizen überzeugt der diesjährige Star allerdings auch mit einer ausgeprägten Anpassungsfähigkeit. Trockenheit und frostige Temperaturen werden problemlos verkraftet. Dies ist auf die Herkunft der Rutenhirse zurückzuführen, da sie ursprünglich als Präriepflanze in Nordamerika zu finden ist. Somit können Sie das Panicum bedenkenlos im Freien auspflanzen, da Temperaturen bis ca. -25/-28°C von der robusten Rutenhirse verkraftet werden. Nur bei Kübelpflanzen ist ein wenig Vorsicht geboten, damit die Pflanzen aufgrund der eingefrorenen Erde im Topf nicht verdursten. Zudem stellt ein sonniger bis halbschattiger Standort die optimale Basis für eine gesunde Entwicklung des Ziergrases dar. Ein Rückschnitt ist im Frühjahr zu tätigen, da die älteren Stiele und Blätter als Winterschutz dienen und zusätzlich als schönes Zierelement die winterliche Landschaft schmücken.

 

Und jetzt sind Sie gefragt: Suchen Sie sich Ihren Favoriten aus und bereichern Sie Ihren Außenbereich mit der Staude des Jahres 2020 – denn dieser Sieger hält, was er verspricht!

 

 

Quellen:

Internet: https://www.gartenflora.de/gartenwissen/ziergarten/stauden/staude-des-jahres-2020/ (Zugriffsdatum 23.03.2020)

Internet: https://www.staudensterne.de/panicum.html (Zugriffsdatum 24.03.2020)