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Trachycarpus fortunei

Deutsche Bezeichnung: Hanfpalme
Kategorie: Freilandpalmen
Herkunft: Asiatisches Hochgebirge
Standort: sonnig bis halbschattig
Wuchs: schnellwachsend
Wuchshöhe: bis zu 15 Meter
Blatt: immergrün
Blattform: fächerförmig
Blütezeit: April bis Juni
Boden: normal bis nährstoffreich, feucht
Temperaturminimum: ca. -17/-18°C bei ausgepflanzten Exemplaren
Überwinterung (Kübelpflanzen): Indoor-Überwinterung möglich, hell und kühl
Besonderheit: anpassungsfähiger und frostverträglicher Tiefwurzler

 

Der Name der Hanfpalme ist auf die zahlreichen Fasern am Stamm zurückzuführen: Sie erinnern an Hanffasern, die bis heute eine wichtige Rolle bei der Herstellung zahlreicher Produkte in der Kunststoff-, Textil- und Papierindustrie spielen.

Die robuste Trachycarpus fortunei kennzeichnet sich durch eine besonders pflegeleichte Kultivierung aus. Die Anpassungsfähigkeit und die Frosttoleranz der Palme sind auf die Herkunft zurückzuführen. Die ursprüngliche Heimat liegt im asiatischen Hochgebirge, wo die Trachycarpus fortunei in verschneiten Höhen bis zu 2500 m vorzufinden ist. Im Jahre 1712 wurde die Hanfpalme erstmals von einem deutschen Arzt erwähnt. 1830 fanden die ersten Hanfpalmen den Weg nach Europa und seit diesem Zeitpunkt wächst der Kreis der Palmenliebhaber in unseren Breiten. In der Vergangenheit war die Trachycarpus fortunei auch unter den Namen Tessiner-Palme und Chamaerops exelsa bekannt, allerdings handelt es ich hierbei um mittlerweile veraltete Bezeichnungen.

Bei einer Auspflanzung im Garten besteht der Vorteil darin, dass sich die Wurzeln dieses Tiefwurzlers bis in sehr tiefe Erdschichten vorkämpfen können. Auf diesem Weg ist eine ausreichende Wasserversorgung der Palme auch im kalten Winter sichergestellt. Somit erweisen sich ausgepflanzte Exemplare als unkomplizierte Selbstversorger.

Der Herbst ist die beste Zeit um Ihre Hanfpalme auszupflanzen, da der Gartenboden während des ganzen Sommers von den Sonnenstrahlen und den hohen Temperaturen aufgewärmt wurde. Diese gespeicherte Wärme begünstigt nun eine rasche Wurzelbildung der Palme und zudem fördern die milden Temperaturen im Herbst das Wachstum der Hanfpalme.

Für eine sichere Überwinterung Ihrer Hanfpalmen empfehlen wir bereits im Spätherbst die Wedel mit einer Schnur oder einem Paketklebeband hochzubinden. Dafür klappen Sie die Palmenblätter hoch und fixieren Sie diese zu einem lockeren Bündel zusammen. Auf diesem Weg sind die Blätter vor Sturmschäden geschützt. Auch die schwere Schneedecke, die sich im Winter über die Blätter legt, kann somit zu keinem Abbruch der Wedel führen. Zusätzlich können Sie eine schützende Schicht Rindenmulch um den Stamm verteilen, die wie ein zuverlässiger Schutzschild die Kälte von den Wurzeln fernhält. Bei langanhaltendem Dauerfrost und besonders niedrigen Temperaturen um -10°C erweisen sich Vlies oder Schutzhauben als schützende Ergänzungsmaßnahme. Dabei ist zu beachten, dass sich im oberen Bereich des Palmenstammes das Herz der Palme befindet, welches besonders warm gehalten werden sollte.  Auf besonders kalte Temperaturen von ca. -14/-15°C kann die Trachycarpus fortunei in einigen Fällen mit Blattabwurf reagieren. Heizkabel dienen in besonders kalten Regionen als zuverlässige Vorbeugungsmaßnahme, wenn Sie Ihre Freilandpalme ohne Blattverlust durch den Winter bringen möchten. Jedoch erholt sich die Palme von den Strapazen wieder schnell, sofern eine angemessene Nährstoffversorgung im Frühjahr sichergestellt ist. Dabei kann die Palme bei besonders guten Wetterverhältnissen ca. 20 bis 25 neue Wedel hervorbringen und einen Stammzuwachs von ca. 20 bis 25 cm aufweisen.

Denken Sie daran: Alle Abdeckungsmaßnahmen sorgen nur während der Kälteperiode für den notwendigen Schutz der Pflanze. Sobald der Dauerfrost vorbei ist und die Temperaturen wieder steigen, sollte der Winterschutz in Form von jeglichen Abdeckungen entfernt werden!

Sofern Sie Ihre Kübelpflanzen in geschlossenen Räumen überwintern sollte darauf geachtet werden, dass auch während der Winterruhe die Erde nicht austrocknet. Allerding gilt auch in diesem Fall: Je kühler der Standort, desto weniger Wassergaben werden benötigt.

Wussten Sie schon?

  • Alte und vertrocknete Wedel können problemlos am Stamm abgeschnitten werden
  • Ausgepflanzte Hanfpalmen  benötigen keine Drainage