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Der Kapernstrauch - Die mediterrane und blühende Gewürzpflanze

Verwandeln Sie Ihren Außenbereich mit dem Kapernstrauch in ein Blütenparadies und ernten Sie im späten Herbst die köstlichen Knospen der Gewürzpflanze. Die mediterrane Pflanze ist nicht immer so leicht zu finden und wird häufig nur in bestimmten Gärtnereien und bei einzelnen Onlinehändlern angeboten. In unserem Sortiment ist der Kapernstrauch (Capparis spinosa) natürlich ebenfalls vertreten. Diese Art ist bei den meisten Gärtnerinnen und Gärtnern besonders beliebt, da diese keine Dornen aufweist. In diesem Blogbeitrag möchten wir Ihnen ein paar Pflegetipps und Informationen mitgeben, damit der ausdauernde Strauch auch Ihnen viele Jahrzehnte Freude bereitet.

Allgemeines über den Kapernstrauch

Der Kapernstrauch (Capparis spinosa) wird auch als Echter Kapernstrauch bezeichnet und ist in Südeuropa sowie im gesamten Mittelmeergebiet beheimatet. Bekannt sind seine eingelegten Blütenknospen, die als Kapern mediterrane sowie heimische Gerichte verfeinern. Er gedeiht besonders gut an sehr sonnigen, trockenen und geschützten Standorten. Der dunkelgrüne Strauch ist eine genügsame Sukkulente. Das bedeutet, seine Blätter dienen als Wasser- und Nährstoffspeicher. Die Pflege des Kapernstrauchs ist also eher unkompliziert. Er gedeiht am besten als Kübelpflanze, da der Strauch dann problemlos im Winter umgestellt werden kann. Die Gewürzpflanze ist der Gattung Capparis zuzuordnen und gehört zu der Familie der Kaperngewächse (Capparaceae). Diese Familie umfasst bis zu 600 verschiedener Arten von denen ca. 250 Arten der Gattung der Kapernsträucher zugeordnet werden.

Als Kübelpflanze erreicht der Kapernstrauch eine Wuchshöhe von ungefähr 40 cm. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Dann schmückt sich der Kapernstrauch mit weit geöffneten, weißen Blüten aus denen die langen, weiß-violetten Staubfäden eindrucksvoll herausragen. Die Blüte zeigt nur einmal, von morgens bis abends, ihre volle Pracht.

Kapernstrauch_1

Kapernstrauch Steckbrief

Herkunft Südeuropa und Nordafrika
Pflanzenart Kaperngewächse
Standort hell und sonnig/ kalte Zugluft vermeiden
Gießen Mäßig (je nach Jahreszeit und Standort)
Düngen zwischen Februar bis Oktober mit Zitrusdünger, Langzeitdünger nur im Notfall
Umtopfen zu Beginn jährlich aufgrund des schnellen Wachstums im Frühjahr
Substrat herkömmliche Erde
Essbar ja (Früchte)
Bodenart steinig bis sandig
Blütezeit Juli bis August
Winterhart nein
Geeignet für Pflanzenfreunde mit wenig Erfahrung

Kapernstrauch Pflege

Der Kapernstrauch ist in der Regel sehr pflegleicht und nimmt es Ihnen nicht übel, wenn Sie ihn das ein oder andere Mal beim Gießen vergessen. Auch unregelmäßige Düngegaben machen dem Gewürzstrauch nicht viel aus. Für den idealen Wuchs und die ertragreichste Ernte haben wir für Sie trotzdem nochmal ein paar Pflegetipps aufgelistet:

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Der perfekte Standort für den Kapernstrauch

Der robuste Capparis spinosa ist hitzeverträglich und benötigt viel Sonne und Wärme. Platzieren Sie die mediterrane Pflanze idealerweise an einem geschützten Ort, an dem der Strauch ausreichend Sonne erhält, aber wenig Wind und Regen abbekommt. Auch Wintergärten sind optimal geeignet für Ihrem Exoten.

Das richtige Gießen des Kapernstrauchs

Nasses Substrat und Staunässe sind dagegen sehr schädlich. Wichtig ist deshalb, dass der Kapernstrauch geschützt vor Regen steht und das Gießwasser ungehindert abfließen kann. Wenn Kapernpflanzen eingehen, liegt das sehr häufig an zu nassem Substrat. Weniger ist also in diesem Fall mehr und der Pflanzkübel muss über eine gute Drainage verfügen. Je nach Wetter genügt es, einmal durchdringend zu gießen und dann können Sie wieder einige Tage abwarten..

Den Kapernstrauch düngen

Der Kapernstrauch ist auch im Bezug auf das Düngen sehr genügsam. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie Ihre mediterrane Pflanze zu Beginn des Frühjahres einmal düngen. Auf diese Weise erhöhen Sie den Ernteertrag und beschleunigen ein wenig das Wachstum der Pflanze. Wir empfehlen Ihnen dafür den Palmenmann Spezial Langzeit-Dünger oder auch den Mediterrano. Beide Düngemittel ernhalten die idealen Nährstoffe, um den Kapernstrauch im Wachstum zu unterstützen.

Den Kapernstrauch umtopfen

Der mediterrane Strauch wächst nicht besonders schnell. Das Gute daran, er benötigt nur alle 3 Jahre einen neuen Topf. Der optimale Zeitpunkt für das Umtopfen ist im Frühjahr, bevor die Pflanze in die Wachstumsphase übergeht. Beim Umtopfen oder Auspflanzen sollten Sie in jedem Fall vorsichtig mit den empfindlichen Wurzeln umgehen.

Das richtige Substrat für den Kapernstrauch

Das Substrat sollte möglichst nährstoffarm, steinig, kalkhaltig und gut durchlässig sein. Ein Boden mit Ton- oder Humusanteil ist für den Kapernstrauch ideal.

Kapernstrauch schneiden

Wenn Sie Ihren Kapernstrauch etwas im Zaum halten wollen und dieser eine bestimmte Form haben soll, können Sie entweder im Herbst vor dem Einräumen oder auch im Frühjahr kurz vor dem neuen Austrieb schneiden. Der Capparis spinosa sollte allerdings mindestens 3 Jahre alt sein, bevor Sie den ersten Rückschnitt vornehmen. Schneiden Sie die Triebe auf ein Drittel der ursprünglichen Länge herunter, sodass diese nicht kürzer als 10 cm sind.

Kapernstrauch überwintern

Kapernsträucher sind bei uns nicht winterhart. Kalten Temperaturen bis ca. - 5° C hält der Strauch nur kurzzeitig stand und muss deshalb rechtzeitig in ein Winterquartier umziehen. Helle Räume mit 5° C bis 10° C bieten einen optimalen Schutz, bevor die sonnenscheinliebende Pflanze erneut im Frühjahr und Sommer draußen stehen kann. Keinesfalls darf er in der Nähe einer Heizung überwintern. Das Substrat muss nur leicht feucht gehalten werden, damit es nicht vollständig austrocknet.

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Die Eigenschaften des Kapernstrauchs

Der Wuchs des Kapernstrauchs

Der Kapernstrauch gehört zu den laubabwerfenden und ausdauernden Pflanzen. Wenn die Gewürzpflanze ausreichen Platz zur Verfügung hat, können die einzelnen Zweige eine Fläche von bis zu zwei Metern einnehmen. Das Blattwerk des laubabwerfenden Strauchs sind wechselseitig angelegt und haben einen herzförmigen Wuchs. Sie können bis zu 3cm groß werden und verfügen über rötliche Blattadern.

Die besonderen Blütenknospen

Capparis spinosa ist nicht nur ein wunderschön blühender Strauch, sondern liefert auch die beliebten, würzigen Kapern. Geerntet werden die kleinen, geschlossenen Blütenknospen bevor sich die filigranen Staubfäden zeigen. Eine besonders gute Kapernernte erhalten Sie, wenn die Pflanze etwas höher steht und bei guter Pflege können sie bis zu 15 Jahre von einem Strauch profitieren. Nach der Blüte entwickelt sich die Kapernbeere, welche ebenfalls eingelegt und gegessen werden kann.

Roh sind Kapern allerdings ungenießbar. Die geschlossenen Knospen müssen erst in Salzlake und Essig eingelegt werden, bevor sie auf den Tisch kommen. Dabei entfalten sie ihren würzig-pikanten Geschmack. Die erbsengroßen Blütenknospen des Kapernstrauches sind besonders in der mediterranen Küche beliebt. Anbaugebiete sind unter anderem Südfrankreich sowie die Liparischen Inseln, nördlich von Sizilien. Zu der Inselgruppe gehört auch Salina, wo jährlich am ersten Juni-Wochenende das traditionelle „Festa del Cappero“ (Kapernfest) gefeiert wird.

In Frankreich unterteilt man Kapern in sieben unterschiedliche Klassen. Die Kleinsten (Nonpareilles) sind 4 bis 7 mm groß und gelten als die qualitativ besten und leckersten Kapern. Relativ große Exemplare, mit einem Durchmesser von 13 bis15 mm, gehören zur Klasse der Hors calibres. Generell gilt beim Kauf von Kapern: Je kleiner desto teurer.

In Deutschland verfeinern Kapern den Geschmack von Gerichten wie Königsberger Klopse, Frikassee und Rinder-Tatar. In der italienischen Küche kennt man sie vor allem in Vitello tonnato und Spaghetti alla puttanesca.

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Kapern verarbeiten

Der Kapernstrauch blüht immer wieder nach. Deshalb erstreckt sich die Erntezeit über mehrere Wochen. Bevor die gepflückten Blütenknospen eingelegt werden können, müssen Sie sie einige Tage an der Luft trocknen. Im zweiten Verarbeitungsschritt legen Sie die Knospen dann für einige Wochen in Salzlake ein und waschen sie anschließend gründlich aus. Damit haben Sie die Bitterstoffe entfernt und die Kapern sind genießbar. Im letzten Schritt übergießen Sie die Kapern mit Essig und lassen Sie sie noch einmal mehrere Wochen ziehen. Mit wenig Aufwand und etwas Geduld können Sie dann Ihre selbst geernteten, kleinen Leckerbissen genießen.

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