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Kaktus - Alle Tipps zur Pflege, Vermehrung, Schädlingsbekämpfung & vieles mehr

Der Kaktus ist eine der bekanntesten Pflanzen weltweit. Wobei es DEN Kaktus eigentlich gar nicht gibt. Wird eine Pflanze als Kaktus bezeichnet, wird diese lediglich zur großen Familie der Kakteengewächse (Cactidaea) gezählt. Kakteen eilt ihr Ruf voraus. Sie gelten als unzerstörbare Wüstenpflanzen, die mehrere Monate mit so gut wie keinem Wasser auskommen. Wie viel Wahrheit in solch einer Aussage steckt, werden wir in diesem Artikel überprüfen. Außerdem werden wir Ihnen umfängliche Pflegetipps und Angebote rund um den Kaktus geben. Wir werden Ihnen zeigen, wie unterschiedlich Kakteen sind. Vom kugelrunden Schwiegermuttersitz bis zum eingedrehten Spiralkaktus beinhaltet unser Sortiment zahlreiche Arten dieser Pflanzenfamilie. Obwohl sich ein Kaktus äußerlich stark von anderen unterscheiden kann, erkennen die meisten Menschen trotzdem auf den ersten Blick, dass es sich in beiden Fällen um einen solchen handelt. Das liegt womöglich an den Stacheln… oder Dornen? Wir schaffen im Folgenden Klarheit über den Kaktus und räumen alle Mythen aus dem Weg. Außerdem hat sich unser Pflanzendoktor Zeit genommen, einige Fragen bezüglich häufiger Krankheiten oder Mangelerscheinungen zu erläutern, sodass Sie in Zukunft bestens gewappnet sind.

Kaktus Angebote

Das Angebot an Kakteen ist hierzulande äußerst üppig. Kleine Kakteen aus unserem großen und kleinen Mix finden Sie fast überall, da diese ein beliebtes Dekorationselement in deutschen Zimmern sind. Da wir uns auf seltene Pflanzen spezialisieren, haben wir darüber hinaus beispielsweise früchtetragende Feigenkakteen oder Pitayas, welche trendige Drachenfrüchte hervorbringen, im Angebot. Auch die Königin der Nacht befindet sich in unserem Haus und wird gern gekauft, um sich bald voller Stolz an der seltenen und wunderschönen Blüte erfreuen zu können. Zahlreiche Klassiker wie den Schwiegermuttersitz, bieten wir natürlich auch an. Eine Vielzahl unserer Kakteen werden außerdem in verschiedenen Größen angeboten, sodass Pflanzen zwischen einigen Zentimetern bis knapp drei Metern Wuchshöhe zum Kauf bereitstehen. Scheuen Sie sich also nicht nach dem passenden Exemplar zu stöbern, bevor Sie Ihren Kaktus online kaufen.

Allgemeines zum Kaktus

Die Familie der Kakteengewächse ist riesengroß. Sie umfasst gut 130 Gattungen und 1.800 Arten. Die große Mehrheit der Menschen hält irrtümlicherweise viele Pflanzen für Kakteen, die gar nicht zu dieser Familie gehören. Einige Arten der Wolfsmilchgewächse sehen Kakteengewächsen beispielsweise sehr ähnlich. Bis auf sehr wenige Ausnahmen besitzen Kakteen einen farblosen Zellsaft im Pflanzeninneren. Wolfsmilchgewächse dagegen zeichnen sich durch einen milchigen Zellsaft aus. Äußerlich gibt es noch einige Unterschiede, wobei die Farbe des Zellsaftes der wohl prägnanteste ist.

Kakteen sind meist Stammsukkulenten. Die Sprossachsen sind stark angeschwollen und speichern Nährstoffe und Flüssigkeit. Die Hauptsprosse wächst üblicherweise einzeln oder verzweigt sich von der Basis aus oder weiter oben. Die angeschwollenen Sprossachsen haben entweder deutlich ausgeprägte Rippen oder spiralförmig angeordnete Warzen, die sogenannten Areole. Auf den Rippen oder Areolen befinden sich die Blätter des Kaktus, beziehungsweise das, was davon übriggeblieben ist.

Im Laufe der Evolution haben sich aus den Blättern Dornen gebildet. Auch an dieser Stelle wollen wir einen Irrtum aus dem Weg schaffen: Kakteen besitzen keine Stacheln und Rosen besitzen keine Dornen. In Wahrheit ist es nämlich genau umgekehrt. Dornen sind spitze, umgewandelte Pflanzenteile, die anstelle der ursprünglichen Pflanzenorgane wachsen. Beim Kaktus sind diese ursprünglichen Pflanzenorgane die Blätter. Beim Stachel handelt es sich um einen spitzen Vorsprung, der an der Sprossachse wächst und nicht mit dem Pflanzeninneren verbunden ist. Botanisch korrekt heißt es also „Kaktusdorn“ und „Rosenstachel“. Klingt komisch, ist aber so!

Durch die Dornen ist der Kaktus um ein Vielfaches besser an seine Umwelt angepasst. Sie schützen ihn vor Verbrennungen durch Sonnenstrahlen und lassen wenig Hitze oder Kälte an die Sprossachse. Wenn es regnet fangen die Dornen einiges an Flüssigkeit auf und geben es gut dosiert an die Pflanze ab, sodass die Wurzeln des Kaktus nicht in Wasser stehen und im schlimmsten Fall faulen, sondern genug Zeit bleibt, um sich vollzusaugen. Kakteen besitzen faserige Wurzeln, die sich für gewöhnlich tief ins Erdreich bohren, um an Wasser zu kommen.

Kakteengewächse kommen, bis auf eine Ausnahme, ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent vor. Ob in kalten, warmen, heißen, tiefen oder hohen Regionen – Kakteengewächse kommen mit den widrigsten Umständen zurecht. Kein Wunder, dass Kakteen aufgrund solcher Eigenschaften so beliebt bei Pflanzenfreunden sind. Darüber hinaus sind sie ausdauernd und können viele Jahre alt werden, blühen wunderschön und wirken inspirierend auf ihren Betrachter.

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Kaktus Steckbrief

Herkunft Amerikanischer Kontinent
Familie Kakteengewächse
Standort Sonnig bis halbschattig (Je heller der Kaktus, desto mehr Sonne verträgt er)
Gießen Während Vegetationsphase selten aber durchdringend. Keine Staunässe
Düngen Während Vegetationsphase monatlich mit Kakteendünger
Umtopfen Wenn Kaktus zu groß, Wurzeln ballen umschließen oder bereits aus den Abflusslöchern ragen. Der beste Zeitpunkt ist nach der Ruhephase, zwischen März und Anfang Mai
Substrat Kakteenerde
Essbar Teilweise
Giftig Nein
Überwinterung Ruhephase, kein Düngen oder Wässern, nicht zu viel Licht
Winterhart Teilweise
Eignung Pflanzenfreunde ohne Erfahrung
Diverse Arten Feigenkaktus, Drachenfrucht, Schwiegermuttersitz, Königin der Nacht
Tipps vom Pflanzendoktor Wässern Sie Ihren Kaktus lieber einmal zu wenig als zu viel!

Kaktus Pflege

Kakteen sind extrem robuste Pflanzen, darüber ist sich jeder einig. Pflegefehler, wie Überwässerung oder zu viel Sonne können jedoch nur schwer nachvollzogen werden, da die Sukkulenten einen sehr langsamen Stoffwechsel haben. Wird ein Kaktus beispielsweise zu viel gedüngt, kann es einige Monate dauern, bis er negativ darauf reagiert. Sie müssen keineswegs auf viele Dinge achten, jedoch gibt es ein paar Pflegehinweise, deren Beachtung sich lohnen wird. So kann beispielsweise jeder artgerecht gepflegte Kaktus auch in Ihrem Zimmer blühen und wunderschöne Blüten hervorbringen.

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Der perfekte Standort für den Kaktus

Kakteengewächse kommen sowohl im kalten Kanada, als auch in tropischen Regionen Amerikas vor. Den perfekten Standort für eine so weit verbreitete Pflanzenfamilie zu beschreiben grenzt am Rande des Machbaren. Manche Kakteen vertragen weniger Sonne als andere. Außerdem gibt es eine große Anzahl an frostresistenten Kakteen und auf der Gegenseite viele frostempfindliche Exemplare. Der allgemein geltende, perfekte Standort für einen Kaktus ist demnach an einem hellen oder halbschattigen Standort. Je nachdem wie dunkel das Grün der Sprossachse Ihres dornigen Mitbewohners ist, desto schattiger sollte der Standort sein. Allgemein gilt es, pralle Mittagssonne und vollständige Dunkelheit zu verhindern. In der Praxis schafft ein Ost- oder Westfenster perfekte Lichtverhältnisse, da dort entweder am Morgen oder Abend ein paar Sonnenstrahlen auf den Kaktus treffen. Auch ein Nordfenster mit reflektierenden Elementen in Aussicht, wie eine helle Mauer des Nachbarn, ist ein möglicher Stellplatz.

Haben Sie vor, Ihren Kaktus ganzjährig im Zimmer zu kultivieren, spricht nichts dagegen. Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius sind optimal und werden in deutschen Innenräumen konstant erzielt. Ein ganzjähriger Standort im Außenbereich ist nicht zu empfehlen. Zwar halten einige Kakteen Minusgraden stand, sie sind jedoch nur trockene Kälte gewöhnt. Deutschland ist gerade im Winter von nasskalten klimatischen Bedingungen geprägt. Entweder sorgen Sie für geeigneten Winterschutz mit wasserabweisenden Eigenschaften, wie einer Vlieshaube, oder befördern Ihren Kaktus in ein adäquates Winterquartier, in welchem er vor jeglicher Feuchtigkeit bewahrt wird. Nichtsdestotrotz darf es über den Winter auch im Zimmer etwas kühler sein, denn so werden Kakteen unter anderem zur Blütenbildung angeregt.

Das richtige Gießen von Kakteen

Sukkulenten besitzen Speicherorgane, die Wasser über einen längeren Zeitraum aufbewahren. Sie sind dadurch an besonders trockene Klima- und Bodenverhältnisse angepasst. Die Speicherorgane können beispielsweise umgewandelte Blätter oder Wurzeln sein. Die aller meisten Kakteen sind Stammsukkulenten und speichern das Wasser in ihren Sprossachsen. Folglich ist ein Kaktus selbst bei trockenem Substrat mit Wasser versorgt. Aber für wie lange?

Im Schnitt reicht es aus, Ihren Kaktus alle drei bis vier Wochen zu gießen, dafür aber durchdringend, sodass er sich ordentlich vollsaugen kann. Wichtig ist es, das überschüssige Wasser kurz nach dem Gießen aus dem Übertopf zu entfernen. Die Wurzeln Ihres Kaktus sollten auf keinen Fall lange im Wasser stehen. Solch eine Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule. Sterben die Wurzeln dadurch ab, kann Ihr Kaktus kein Wasser mehr aufnehmen und sein Untergang ist besiegelt.

Im Frühjahr, wenn erhöhte Lichtverhältnisse dafür sorgen, dass Ihr Kaktus aus der Winterruhe in die Wachstumsphase übergeht, empfehlen wir Ihnen diesen zunächst erst wieder an Wasser zu gewöhnen. Brausen Sie Ihre Sukkulenten ab oder besprühen sie mit Wasser. Erst nach etwa ein bis zwei Wochen können Sie das erste Mal durchdringend gießen.

Das passende Substrat für Ihren Kaktus

Kakteen reagieren sehr empfindlich auf Staunässe. Um sicher zu gehen, dass Sie die Wurzeln nicht ertränken, sind ein durchlässiges Substrat und eine effektive Drainage empfehlenswert. Damit sich die Wurzeln bestmöglich entfalten können sollte das Substrat locker luftig sein. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen Kakteen, die ihren Ursprung in trockenen Wüsten oder Gebirgen haben und jenen, die dem Tiefland und tropischen Regenwäldern entspringen. Kakteen aus trockenen Gefilden bevorzugen mineralische Substrate, während tropische Exemplare mehr Nährstoffe benötigen und humusreichere Substrate bevorzugen. Im besten Fall bSie sich das passende Substrat für Ihren Kaktus selbst zusammen.

Premium Kakteenerde eignet sich als hervorragende Basis für Ihre selbstgemischte Kakteenerde. Komponenten, die Sie Ihrem Kakteensubstrat beimischen können, sind Bims, Vulkanasche, Vermiculit, Blähton, Kakaoschalen, Xylit, Kokos Chips, Zeolith oder Perlit. Je trockener das Ursprungsgefilde Ihres Kaktusses ist, desto höher ist der bevorzugte Mineralgehalt. Tropische Exemplare haben dagegen einen deutlich höheren Wasser- und Nährstoffbedarf.

Eine Liste unserer Kakteen mit dem jeweiligen, ursprünglichen Habitat finden Sie unter „Kakteen Arten“.

Kaktus umtopfen

Der Zeitpunkt: Wenn Ihr Kaktus zu groß für den Topf geworden ist, werden Sie ihn für ein weiterhin artgerechtes Wachstum umtopfen müssen. Der beste Zeitpunkt dafür ist entweder am Anfang seiner Wachstumsphase um den Februar herum, oder am Ende seiner Blütephase Ende September. Ob Ihre Sukkulente zu groß für ihren Topf ist, erkennen Sie leicht an ein paar Anhaltspunkten. Zum einen könnte es sein, dass die Sprossachse mittlerweile zu hoch ragt oder schwer geworden ist. Der Topf liefert in diesem Fall nicht mehr die nötige Stabilität und Ihr Kaktus droht umzufallen. Ein weiteres Anzeichen für einen zu kleinen Topf sind die Wurzeln Ihres dornigen Mitbewohners. Wachsen diese aus den Abflusslöchern am Topfboden oder ragen aus dem Substrat, benötigen sie zweifelsohne mehr Platz in einem größeren Topf.

Der Topf: Bevor Sie den Kaktus aus dem alten Topf nehmen, bereiten Sie den neuen, etwas größeren bestmöglich vor. Legen Sie zunächst eine Drainageschicht, bestehend aus Blähton oder ähnlichem am Topfboden aus. Danach füllen Sie eine Schicht Ihres ausgewählten Substrates in den Topf, sodass sich eine Mulde bildet, in der Ihr Kaktus Platz finden wird.

Das Umtopfen: Als nächstes können Sie Ihren Kaktus aus dem alten Topf holen. Die erste Amtshandlung sollte zunächst das Anlegen stichfester Handschuhe sein. Auch Ihre Unterarme sollten, wenn möglich, geschützt sein.

Entnehmen Sie den Kaktus nun aus dem alten Topf und entfernen dann vorsichtig so viel altes Substrat wie möglich, ohne seine Wurzeln zu beschädigen. Ist das geschafft, setzen Sie den Kaktus in den neuen Topf und drücken die Wurzeln leicht an das neue Substrat. Im Anschluss füllen Sie den restlichen Topf mit Substrat auf, ohne große Hohlräume zu hinterlassen. Abschließend vergewissern Sie sich, dass Ihr Kaktus einen festen Stand hat.

Nach dem Umtopfen sollten Sie Ihrem Kaktus etwas Zeit geben sich von dem Stress zu erholen. Stellen Sie ihn etwa eine Woche lang nicht in die Sonne und gewöhnen ihn dann erst langsam wieder an die Strahlen. Außerdem muss er unmittelbar nach dem Umtopfen nicht gewässert werden.

Achtung: Manche Kakteen, wie die Unterfamilie der Opuntien, besitzen nicht nur stachelige Dornen, die Ihre Haut verletzen können, sondern noch viel tückischere Waffen: Glochiden. Sie sitzen meist in Büscheln auf den Areolen und umgeben den Hauptdorn. Glochiden sind feine, mit Widerhaken versehene Dornen, die sich bei Berührung leicht lösen. Zu erkennen sind diese meist nur, wenn die betroffene Stelle gegen das Licht gehalten wird. Sie können mithilfe von Pinzetten entfernt werden, jedoch ist dies meist nicht vollständig möglich. Bleiben Teile der Glochiden in der Haut stecken, können sich unter Umständen schwere Entzündungen bilden, die erst nach mehreren Monaten abklingen. Die effektivste Methode der vollständigen Entfernung besteht darin, die betroffene Stelle mit Flüssigkleber zu benetzen und Mull darauf zu legen. Nachdem der Kleber getrocknet ist, wird der daran haftende Mull samt übriger Glochiden abgezogen. Alternativ können Sie auch versuchen die Stelle mit dem Abziehen von Klebebändern oder Pflastern zu befreien.

Den Kaktus düngen

Ihr Kaktus freut sich während der Wachstumsphase von März oder April bis Ende August über regelmäßige Leckerbissen. In seinem natürlichen Lebensraum muss er seine Energie aufteilen, indem er einen Teil in das Aushalten widriger klimatischer Bedingungen, sowie das Halten wertvoller Flüssigkeit steckt und den Rest in sein Wachstum. Aufgrund dessen wächst ein Kaktus auch nur sehr langsam, aber dafür stetig. Trockengebiete zeichnen sich durch lange Dürreperioden aus, die von kurzen, aber heftigen Regengüssen unterbrochen werden. In dieser Zeit nimmt der Kaktus Nährstoffe über den Boden auf, weshalb eine Düngung beim Wässern die beste Methode darstellt.

Hierzu geben Sie alle vier Wochen handelsüblichen, flüssigen Grünpflanzendünger in Ihr Gießwasser. Dieser sollte jedoch etwas abgeschwächt verabreicht werden. Zu viele Nährstoffe können sich unter Umständen genauso negativ auswirken, wie zu wenige. Geben Sie Ihrem Kaktus daher lediglich die Hälfte der vom Hersteller empfohlenen Menge ins Wasser. Auch das regelmäßige Düngen führt dazu, dass Ihr Kaktus wunderschöne Blüten hervorbringen wird.

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Kaktus Überwinterung

Eine artgerechte Haltung von Kakteen beinhaltet auch, den Gewächsen von Ende Oktober bis zum nächsten Frühjahr im März eine absolute Winterruhe zu ermöglichen. In dieser Zeit stehen Ihre Kakteen idealerweise bei Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius. Die Fensterbank eines gut durchlüfteten Zimmers oder eine Fensterbank im kühlen Hausflur sind ideale Standorte. Spätestens zum Herbstanfang, Mitte September, können Sie Ihren Kaktus noch einmal düngen. Danach empfehlen wir Ihnen auf das Düngen und Wässern zu verzichten, bis die Sonnenstrahlen im nächsten Frühjahr wieder an Kraft dazugewinnen.

Berücksichtigen Sie alle aufgeführten Pflegehinweise wird so gut wie jeder Kaktus blühen. Der Zeitpunkt hängt von der jeweiligen Art ab. Manche Arten blühen unmittelbar nach der Winterruhe im März, andere wiederum in den wärmeren Monaten und sogar im November kommt es bei bestimmten Arten zu einem prunkvollen Blütenstand. Pflegen Sie Ihren Kaktus stets mit Herz und bringen Sie etwas Geduld mit. Teilweise dauert es einige Jahre, bis ein Kaktus zum ersten Mal blüht.

Krankheiten und Schädlinge beim Kaktus

Typische Krankheiten, die Kakteen im Laufe ihres Lebens erleiden, sind nicht bekannt. Einzig die Epiphyllum Mosaik-Krankheit befällt Kakteen gerne. Diese infektiöse Pilzkrankheit äußert sich durch gelbe, einfallende Flecken. Leider ist eine Heilung meist unmöglich. Sie können versuchen die betroffenen Stellen herauszuschneiden, jedoch ist die Erfolgschance nicht hoch, dass der Kaktus von dem Pilz befreit wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, einen kontaminierten Kaktus schnellstmöglich von anderen Pflanzen zu isolieren, damit der Pilz nicht noch mehr Pflanzen befällt. Diese Krankheit tritt vermehrt bei Kakteen auf, ist aber insgesamt eher selten.

Alle anderen Krankheiten sind auf Pflegefehler zurückzuführen, wie beispielsweise eine Verbrennung der Sprossachse wegen zu intensivem Sonnenlicht.

Wurzelfäule

Eine weit verbreitete, meist tödliche Krankheit ist die Wurzelfäule und entsteht immer dann, wenn die Wurzeln längere Zeit in Wasser stehen. Oberirdisch wird Ihr Kaktus den Anschein erwecken auszutrocknen, weshalb unerfahrene Pflanzenfreunde zu noch mehr Wasser greifen und gießen. In Wahrheit liegt das Austrocknen des Kakteengewächses daran, dass die Wurzeln faul geworden sind und keine Nährstoffe mehr transportieren. Zusätzliches Wässern führt zu einem Voranschreiten des Faulens. Wurzelfäule wird deshalb meist erst entdeckt, wenn es schon zu spät ist und ein zu großer Anteil des Wurzelwerkes bereits verfault sind. Wenn Sie dennoch versuchen wollen Ihren Kaktus zu retten, befolgen Sie die Schritte des Umtopfens und fügen Sie einen Punkt hinzu: Trennen Sie die faulen Wurzeln großzügig ab! Mit etwas Glück wird es Ihr dorniger Mitbewohner überleben. Wichtig ist nur, dass Sie komplett neues Substrat verwenden und den Kaktus so fäulnisbefreit wie möglich einsetzen.

Schädlinge

Je trockener das Raumklima ist, desto leichter haben es Schädlinge sich auf Ihrem Kaktus festzusetzen. Gerade im Winter, wenn die Luftfeuchtigkeit durch das Heizen immer wieder vermindert wird, ist ein Schädlingsbefall nicht weit. Kakteen werden am häufigsten von Spinnmilben oder Wollläusen befallen. Sollte es zu einem Befall kommen, müssen Sie zunächst klären, um welche Art von Schädlingen es sich handelt. Hier eine kleine Übersicht:

  Spinnmilben Wollläuse
Aussehen gelb bis rötlich weiß
Lieblingsort in den Rippentälern Wurzeln und Sprossachse
Indizien / Anzeichen Helle Sprenkel auf den Sprossachsen Sprenkel und Verformungen
Symptome Weiße Fäden / Netze klebriger Honigtau auf der Sprossachse

 

Es gibt natürlich noch zahlreiche weitere Schädlinge, die allesamt Pflanzensaft aus Ihrem Kaktus saugen und sich nach und nach auf ihm vermehren. Wird dies nicht unterbunden, sind die Fraßschäden aufgrund der Menge an Schädlingen so groß, dass sich Ihre Sukkulente mit der Zeit nicht mehr davon erholen wird. Es ist stets wichtig zu ermitteln, um welche Art von Schädlingen es sich handelt, damit Sie eine gezielte Bekämpfung in Angriff nehmen können.

Zunächst sollten Sie versuchen die Schädlinge abzuwaschen oder einzeln zu entfernen. Je weniger Quälgeister Sie finden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit alle zu entfernen. Befindet sich bereits eine große Anzahl an Schädlingen auf Ihrem Kaktus müssen andere Geschütze aufgefahren werden. Ein sehr effizientes Hausmittel gegen alle Arten von Schädlingen ist ein Gemisch aus einem Liter Wasser, sowie 15 Milliliter Spiritus und 15 Milliliter aufgelöster Kernseife. Tragen Sie dieses Gemisch täglich auf Ihrem Kaktus auf oder besprühen diesen damit. Den Schädlingen werden damit die Atemwege verklebt und ein Ableben ist nicht mehr weit. Je nach Art der Schädlinge sollten vermehrt die Lieblingsorte behandelt werden, auch wenn Sie dort keine Schädlinge ausfindig machen. Die toten Belagerer werden entweder von Ihrem Kaktus abfallen oder daran kleben bleiben. Brausen Sie Ihren Kaktus spätestens nach einigen Tagen Behandlung ab und entfernen Sie alle Schädlinge.

Sollte dies nicht klappen und haben Sie ermittelt, um welche Art von Schädlingen es sich handelt, können Sie auch auf speziell hergestellte Produkte zugreifen. Wir bieten Ihnen eine große Anzahl passender Pflanzenschutzmittel an:

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Die beliebtesten Kaktus Arten

Kakteengewächse sind bekannt für unwirkliche Habitate, wie dem kargen Hochland oder der trockenen Prärie. Einige Kakteen sind aber auch an tropischen Orten beheimatet. So unterschiedlich die natürlichen Standorte der einzelnen Arten sind, so unterschiedlich ist auch deren Form. Mit der Zeit haben einige Kakteen große Bekanntheit erlangt und gelten als Prominente unter den Sukkulenten. Zu den Topstars am Dornenhimmel zählen beispielsweise der Goldkugelkaktus, hierzulande auch als Schwiegermuttersitz bekannt, der Feigenkaktus mit seinen schmackhaften Früchten, oder die vielen Arten der Selenicereus – der Königin der Nacht, welche prunkvolle Blüten nur in der Nacht öffnet. Im Folgenden ein Einblick in die von uns geführten Arten:

Kaktus vermehren

Je nach Art und Gattung Ihres Kaktusses, haben Sie mehrere Möglichkeiten diesen zu vermehren. Die geläufigsten und anfängerfreundlichsten Methoden sind das Vermehren durch Aussaat, einem Ableger oder einem Steckling.

Kakteen mit Samen vermehren

Ihr Kaktus wird hierzulande nur selten brauchbares Saatgut hervorbringen. Diese Methode wird in erster Linie vom Kaktus selbst in seinem heimischen Habitat angewandt. Sie können jedoch qualitatives Saatgut erwerben, welches in der Regel sehr gut keimt. Bei manchen Kakteenarten dauert das Keimen Monate, bei anderen wiederum wenige Stunden.

  1. Füllen Sie einen kleinen Topf mit einem Durchmesser von höchstens sechs Zentimetern mit einem mineralischen Substrat, wie beispielsweise Perlit, auf.
  2. Verteilen Sie die Samen nun gleichmäßig auf dem Substrat.
  3. Anschließend bedecken Sie die Samen mit einer dünnen Schicht und geben am Rand des Topfes einen Schluck zimmerwarmes Wasser hinzu. Wichtig ist, dass die Schicht nicht zu dick ist, da Kakteen Lichtkeimer sind und auf wertvolles Licht angewiesen sind.
  4. Zu guter Letzt decken Sie den Topf mit Frischhaltefolie ab und stellen ihn an einen möglichst warmen Ort.

Denken Sie daran, täglich für einige Minuten zu lüften, damit die Erde nicht anfängt zu schimmeln. Nachdem der erste Austrieb zu erkennen ist, können die winzigen Kakteen mithilfe eines Zahnstochers angehoben und aus dem Anzuchtsubstrat befreit werden. Nun bekommt jeder Mini-Kaktus seinen eigenen kleinen Topf voll Kakteenerde und wird zwischen 20 und 25 Grad Celsius und regelmäßigem Besprühen kultiviert, bis aus ihm ein stattliches Exemplar geworden ist.

Kakteen durch Ableger vermehren

Der wohl entspannteste Weg Ihren Kaktus zu vermehren ist durch einen Ableger. Viele Arten bilden kleine Triebe, sogenannte Kindel, meist am Fuße der Mutterpflanze. Diese oft schon bewurzelten Ableger können ganz einfach von der Mutter entfernt werden und in einem eigenen Topf zu einer prächtigen Jungpflanze heranwachsen.

  1. Ziehen Sie sich einen stichfesten Handschuh an.
  2. Nehmen Sie das Kindel vorsichtig zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger und drehen es dann sachte aus der Erde.
  3. Im Idealfall bleiben zahlreiche Wurzeln an Ihrem Ableger, welchen Sie dann in einen eigenen Topf setzen können.

Der beste Zeitpunkt für das Kultivieren von Ablegern ist im Frühjahr, wenn Ihr Kaktus von der Ruhe- in die Wachstumsphase übergeht.

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Kaktus durch Stecklinge vermehren

Eine weitere Methode zur Vermehrung Ihrer Sukkulenten ist das Schneiden von Stecklingen. Hierzu werden Teile Ihres Kaktusses abgeschnitten, um sich als eine neue, eigenständige Pflanze zu etablieren. Dabei werden Triebteile an besonders schmalen Stellen abgeschnitten.

  1. Greifen Sie sich ein scharfes Messer und desinfizieren die Klinge.
  2. Anschließend nehmen Sie den abzutrennenden Trieb vorsichtig in eine, durch einen Handschuh geschützte, Hand und setzen den Schnitt an.
  3. Wichtig ist es, den Kaktus zu keinem Zeitpunkt zu quetschen und einen eher ziehenden Schnitt zu vollbringen. Bei flachtriebigen Blattkakteen sollten Sie eine breitere Stelle auswählen.
  4. Die entstehenden Schnittwunden am Steckling und an der Mutterpflanze sollten vor Keimen geschützt werden, indem etwas Vulkanasche aufgetragen wird. Frische Wunden machen Kakteen besonders anfällig für Krankheitserreger.
  5. Als nächstes wird der Steckling zum Trocknen an einem sicheren Ort aufbewahrt, bis sich eine Schutzschicht über der Wunde bildet, oder sogar erste Wurzelansätze zu erkennen sind.
  6. Sind Wurzeln zu erkennen, können Sie Ihren Steckling in Anzuchterde setzen und an einem warmen Ort kultivieren.

In den ersten Wochen verzichten Sie auf das Wässern Ihres Stecklings, da die jungen, feinen Wurzeln sehr anfällig für Wurzelfäule sind. Der beste Zeitpunkt für das Schneiden von Stecklingen beim Kaktus sind während der Wachstumsphase zwischen April und Oktober.

Sprechstunde mit unserem Pflanzendoktor

Den Grund für Mangelerscheinungen bei Kakteen festzustellen ist nicht ganz einfach, denn durch den langsamen Stoffwechsel reagieren die Sukkulenten sehr zeitverzögert auf Pflegefehler. Dadurch fällt es schwer nachzuvollziehen, weshalb es dem Kaktus schlecht geht. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, empfehlen wir Ihnen die vorausgegangenen Pflegehinweise zu beachten, um jegliche Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Braune Flecken auf Ihrem Kaktus

Die häufigsten Mangelerscheinungen bei Kakteen sind braune Flecken auf den Sprossachsen. Kakteen reagieren auf eine ganze Reihe an Pflegefehlern mit braunen Flecken auf der Epidermis. Schädlinge und Krankheiten können zwar der Grund dafür sein, ohne weitere Begleiterscheinungen sind diese jedoch ausgeschlossen. Können Sie ausschließen, dass Ihr Kaktus an Wurzelfäule leidet? Dann könnte auch ein Nährstoffmangel durch zu wenig Dünger der Grund für die braunen Flecken sein. Auch der Standort im vergangenen Winter kann der Auslöser für die braunen Stellen sein. Im Winter steht Ihr Kaktus am liebsten an einem kühlen aber dennoch frostsicheren Standort, um Kälteschäden zu verhindern. In der Hauptwachstumsphase sollten Sie die meisten Kakteen vor praller Mittagssonne schützen, um Verbrennungen vorzubeugen.

Ihr Kaktus wird zunehmend gelb

Gelbliche Sprossachsen sind meist ein Indiz für zu wenig Licht. Ihr Kaktus wird wahrscheinlich nicht nur gelblicher, sondern auch dünner, denn er versucht der Sonne schlichtweg näher zu kommen. Pflanzen, die ihre Triebe Richtung Sonne strecken, entwickeln sogenannte „Geiltriebe“. Stellen Sie Ihren Kaktus an einen Standort mit mehr Licht.

Ihr Kaktus ist schlaff

Sollte die Sprossachse Ihrer Sukkulente erschlaffen ist dies erst einmal kein Grund zur Sorge, denn es kommt auf den Zeitpunkt an. Im Winter ist das Ablassen der Flüssigkeit ein natürlicher Prozess vieler Kakteenarten, um sich vor Frost zu schützen. Ohne Flüssigkeit innerhalb der Sukkulente, kann diese bei Minusgraden auch nicht gefrieren und lebenswichtige Zellstrukturen zerstören. Sobald das Frühjahr anbricht und die Tage wieder deutlich mehr Sonnenstunden aufweisen, wird sich Ihr Kaktus wieder vollsaugen und neue Straffheit erlangen.

Für wen eignet sich ein Kaktus?

Ja es stimmt, Kakteen sind pflegeleichte Pflanzen. Von April bis Oktober müssen sie nicht oft, dafür durchdringend gegossen werden. Das Düngen ist auch nur auf die warmen Monate begrenzt. Im Winter benötigen Kakteen einen kühlen Ort – mehr nicht – kein Wässern, kein Düngen. Sie sind mehrjährig und erfreuen ihre Besitzer über einen längeren Zeitraum. Bei richtiger Pflege bringen sie wunderschöne Blüten hervor. Sie eignen sich folglich für jeden, der eine etwas andere Pflanze bevorzugt – ohne Blätter oder zahlreiche Verästelungen. Sie sind aufgrund ihres Artenreichtums sowohl für Pflanzenanfänger als auch für echte Profis geeignet.