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Thripse – alle Infos rund um das Thema Vorbeugung und Bekämpfung der Schädlinge

Thripse erkennen und bekämpfen

Dieser Schädling ist für uns als Pflanzenliebhaber in erster Linie eine nervige Angelegenheit, während sie für unsere Pflanzen bei größerer Verbreitung schädlich werden kann. Thripse (Thysanoptera), auch bekannt als Fransenflügler, Gewitterfliege oder Blasenfüße, sind dunkelbraun und 1 bis 3 Millimeter lang. Teilweise sind sie geflügelt, können jedoch mehr schlecht als recht fliegen. Die Endglieder der Füße sind lappig und können aufgeblasen werden, wodurch sich die Insekten einen besseren Halt an glatten Oberflächen haben. Daher die Bezeichnung Blasenfüße. Die Larven sind weiß bis hellgrün und oftmals an der Blattunterseite zu finden. In Deutschland sind etwa 200 verschiedene Arten der Thripse bekannt, während es weltweit circa 5.500 Arten gibt. Sie ernähren sich von Zellsaft der Pflanzen und hinterlassen winzige braune Kotkügelchen. Ein weiteres Indiz, an welchem Sie Thripse sehr schnell erkennen, sind die silbrigen Saugspuren auf der Blattoberfläche. Diese entstehen durch die ausgeprägten Mundwerkzeuge der Fransenflügler, mit welchen Sie die Blätter durchbohren. Erkennen Sie eine dieser Anzeichen, untersuchen Sie unbedingt die Blattunterseite Ihrer Mitbewohner. An diesen halten sich die Tierchen lieber auf.

Aufgrund der schnellen Verbreitung der unliebsamen Schädlinge ist es immens wichtig, dass Sie schnell handeln. Im Laufe Ihres kurzen Lebens können Thripse bis zu 70 Eier legen, welche sich innerhalb von knapp vier Wochen in adulte Blasenfüße entwickeln. Wenn Sie ein passionierter Sammler von Orchideen sind ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig zu überprüfen. Diese werden unter anderem neben Alpenveilchen, Keulenlilien, Drachenbäumen und Palmen besonders gerne von den winzigen Tieren befallen. Gerade zu Beginn des Sommers und in den kälteren Jahreszeiten ist es wichtig, dass Sie die Pflanzen beim Gießen auf Thripse untersuchen. So haben Sie einen regelmäßigen Einblick und können schnellstmöglich reagieren, bevor die Schädlinge auf weitere benachbarte Pflanzen übergehen. Ist der Befall weiter fortgeschritten, kann dies der Pflanze schaden. So kommt es bei Nichtbehandlung neben einem erheblichen Wachstumsschaden auch zu deformierten Neuaustrieben. Da sich die hiesigen Thripse-Arten eher auf Zimmerpflanzen stürzen, werden Sie im Außenbereich weniger Probleme mit ihnen bekommen. Sollte es dennoch vorkommen, erfahren Sie im Folgenden wie Sie gegen die unliebsamen Schädlinge vorgehen können und sie schnellstmöglich loswerden können.

Ursachen für den Thripsebefall

Warum bekommen Pflanzen Thripse? Warum befallen Fransenflügler meine Pflanzen? Welche Bedingungen fördern das Risiko, dass die Schädlinge meine Mitbewohner befallen? Thripse mögen es, wie die meisten anderen Schädlinge, eine trockene und warme Umgebung, weshalb sie vor allem in den Wintermonaten zu finden sind. Dies liegt an der trockenen Heizungsluft. Wir möchten es in unseren vier Wänden so wohlig warm wie möglich haben und vergessen häufig, dass dies nicht die idealen Bedingungen für viele unserer Zimmerpflanzen ist. Dadurch werden diese geschwächt und sind in der Folge anfälliger für einen Schädlingsbefall. Thripse siedeln sich zuerst im Substrat an und werden mit der Zeit auf Ihre Pflanze über wandern und diese schädigen. Neben der zu trockenen Luft kann auch Zugluft oder ein zu schattiger Standort der Grund für die Schwächung Ihrer Pflanze sein. Achten Sie also darauf, dass Sie den bestmöglichen Standort für Ihre Mitbewohnerinnen ausgewählt haben.

Thripsebefall vorbeugen

Da einem Thripsebefall ein Pflegefehler vorausgeht, ist es wichtig, dass Sie die bestmöglichen Bedingungen herstellen können. Sie können zu trockene Luft verhindern, indem Sie Ihre Pflanze in regelmäßigen Abständen mit Wasser besprühen. Dies gilt natürlich nicht für Pflanzen wie Sukkulenten oder Kakteen, die es lieber trockener mögen. Alternativ können Sie eine Schale mit Wasser in der unmittelbaren Umgebung platzieren. Beide Möglichkeiten heben die Luftfeuchtigkeit und sorgen dafür, dass die Bedingungen für die Fransenflügler nicht mehr so interessant sind. Eine weitere Option ist die Nutzung von Tontöpfen. Ton saugt sich mit Wasser voll und gibt dieses ebenfalls an die Umgebung ab, was im kleineren Maße positive Effekte erzielt. Durch die angepasste Luftfeuchtigkeit stärken wir die Pflanze von innen, vor allem solche mit tropischem oder subtropischem Ursprung. Dies ist mit dem menschlichen Immunsystem zu vergleichen. Neben einer erhöhten Luftfeuchtigkeit ist ein regelmäßiger Luftaustausch in den Zimmern wichtig. Öffnen Sie daher immer wieder das Fenster. Lüften trägt nicht nur zur Gesundheit Ihrer Pflanzen bei, sondern auch zu Ihrer.

Da wir unsere Pflanzen stärken wollen, ist eine ausreichende Nährstoffzufuhr nicht zu unterschätzen. Haben Sie Ihre Mitbewohnerin gerade erst in frisches Substrat umgetopft, können Sie noch einige Wochen mit der ersten Düngergabe abwarten. Da dies in den Wintermonaten normalerweise nicht der Fall ist, empfehlen wir entsprechende Zugabe von Dünger. Hierfür eignet sich unser beliebter Palmenmann Spezialdünger für Grünpflanzen ganz hervorragend. Alternativ können Sie den Biotrissol Plus Grünpflanzendünger verwenden. Ab dem Frühling können Sie es sich ein wenig vereinfachen und unseren Palmenmann Spezial Langzeitdünger verwenden, welche Ihrer Pflanze fünf bis sechs Monate mit allen nötigen Nährstoffen versorgt. Wenden Sie den Dünger entsprechender Gebrauchsanweisung an. In den Wintermonaten ist oftmals nur die Hälfte der ‚normalen‘ Düngermenge notwendig, da sich Ihre Pflanzen nicht in ihrer Hauptwachstumsphase befinden.

Neben einer erhöhten Luftfeuchtigkeit und ausreichender Nährstoffzufuhr wirken sich der Standort sowie die Wasserzufuhr auf die Gesundheit der Pflanze aus. Platzieren Sie die Pflanze für einen für sie ungeeigneten Standort, schwächen Sie sie automatisch. Eine Schattenpflanze wie beispielsweise die Calathea mag sonnige Standorte absolut nicht und wird Ihnen dies sehr zügig anzeigen. Neben optischen Einbußen ist sie schwächer und damit anfälliger für Schädlinge. Beim regelmäßigen Gießen ist es wichtig, es weder zu übertreiben, noch zu vergessen. Dauerhaft nasses Substrat führt schnell zu Wurzelfäule und schwächt Ihre Pflanze enorm. Auch eine zu trockene Haltung ist für viele Pflanzen nicht optimal.

Eine effektive Methode die Schädlinge von Ihrer Pflanze fernzuhalten ist der Einsatz von Neem-Öl. Nehmen Sie ein Wattestäbchen und tränken es mit dem Öl. Bestreichen Sie die Blätter Ihrer Lieblinge damit und freuen sich über die Wirkung. Dies gilt als sehr effektive Vorbeugungsmaßnahme gegen Thripse.

Wie Sie sehen, können Sie durch die richtige Pflege einen Thripsebefall vorbeugen. Orientieren Sie sich daher gerne an den Produktbeschreibungen, wenn Sie eine Pflanze neu in Ihre persönliche Sammlung aufnehmen oder wenden sich an unseren Kundenservice, sollte es zu unerwarteten Problemen kommen. Dieser hilft Ihnen gerne mit der Expertise eines Gärtners weiter.

Thripse bekämpfen

Bemerken Sie einen Befall der Blasenfüße ist ein schnelles Angehen des Problems wichtig. Isolieren Sie die betroffene Pflanze von allen anderen, damit die Schädlinge nicht auf benachbarte Mitbewohner übergehen. Achten Sie darauf, dass die Pflanzen auch in ihrer Isolation noch ausreichend mit Licht, Wasser und Dünger versorgt werden. Es gibt verschiedene Wege, wie Sie Thripse bekämpfen können. In den nächsten Abschnitten werden Sie erfahren, wie Sie die Gewitterfliege mit Hausmitteln bekämpfen können, welche natürlichen Feinde die Fransenflügler haben. Im letzten Schritt gibt es kaum eine andere Möglichkeit, als zu chemischen Mitteln zu greifen, dies sollte allerdings der letzte mögliche Schritt sein. Um die lästigen, fliegenden Fransenflügler einzudämmen, eignen sich Blautafeln oder Gelbtafeln. Da die Schädlinge von der Farbe Blau angezogen werden, ist dies ein erster Schritt zur Eindämmung der unliebsamen Mitbewohner. Aufgrund der Eigenschaft von Thripsen, dass Sie sich auf Zimmerpflanzen spezialisiert haben, können Sie Ihre Pflanzen bei geeigneten Temperaturen nach draußen verfrachten. Da die Fransenflügler mit den Bedingungen nicht sonderlich gut zurechtkommen, werden Sie bereits einen Großteil loswerden. Diese Möglichkeit besteht jedoch zumeist nur im Sommer und bedingt im Frühling und Herbst.

Thripse mit Hausmitteln bekämpfen

Welche Hausmittel eignen sich zur Bekämpfung von Thripsen? Sie können verschiedene Gemische verwenden, vor der Anwendung empfehlen wir Ihnen, das Substrat mit Folie abzudecken, sodass Eier oder Larven nicht in das Substrat fallen können. Auch wenn Sie die obere Schicht im Idealfall nach der Behandlung austauschen, denn hier legen Thripse teilweise gerne ihre Eier ab. Mit dem Entfernen der Schicht, sind Sie auf der sicheren Seite. Wie von anderen Schädlingen bekannt, hilft ein Gemisch aus 15 Millilitern Brennspiritus, 15 Millilitern Kernseife und etwa einem Liter Wasser. Mischen Sie dies gut zusammen und sprühen die befallene Pflanze großzügig ein. Verwenden Sie so viel, dass es von den Blättern tropft. Gehen Sie sicher, dass Sie alle Teile der Pflanze einsprühen und keine Stelle auslassen. Nur so können Sie sicher gehen, dass Sie alle Schädlinge treffen. Diesen Vorgang wiederholen Sie alle paar Tage, bis Sie keinen Schädling und keine Larve, keine Eier mehr auf der Pflanze finden. Alternativ können Sie die Pflanze auch mit einem Lappen abwischen, falls Sie keine Möglichkeit haben, sie zu besprühen. Spülen Sie am Ende Ihrer Behandlung die Pflanze mit lauwarmem Wasser ab, um die Reste der Mischung von den Blättern zu bekommen. So kann sie in voller Pracht zurück an ihre alte Stätte, sollten die Bedingungen stimmen. Alternativ zu diesem Gemisch können Sie sich einen Knoblauch-Brennnessel-Sud zusammenrühren. Für diesen benötigen Sie etwa 150 Gramm frischen Knoblauch, 500 Gramm Brennnesseln sowie zwei Liter Wasser. Wenn Sie eine andere Menge mischen möchten, können Sie die Zutaten entsprechend skalieren. Vermischen Sie die Zutaten gut und lassen den Sud für eine Nacht ruhen, bevor Sie ihn verwenden. Anschließend wenden Sie ihn in gleicher Form wie das oben beschriebene Gemisch an. Ist der Befall noch nicht allzu weit fortgeschritten, können Sie die Larven mit Neem-Öl betupfen. Dies verhindert die Entwicklung, denn sie können sich nicht mehr häuten. Bei dieser Methode sollten Sie sich sicher sein, alle Larven zu finden und ausreichend zu betupfen.

Thripse mit Nützlingen bekämpfen

Sie können die Schädlinge nicht nur mit Hausmitteln bekämpfen, sondern auch mit anderen Insekten. Wir empfehlen die Verwendung von Nützlingen eher im Außenbereich, Wintergärten oder Gewächshäusern, damit Sie nicht weitere kleine Insekten in der Wohnung haben. Da viele Thripse bereits durch die Verlagerung der betroffenen Pflanze in den Außenbereich absterben, benötigen Sie in den meisten Fällen nicht mehr allzu viele Nützlinge. Um sie jedoch vollständig loszuwerden, ist der Einsatz natürlicher Fressfeinde sinnvoll. Hierzu zählen unter anderem die Larven der Florfliege, Ameisen, Marienkäfer, Schwebfliegen oder auch Spinnen. Sollten die erwählten Nützlinge alle Thripse erwischt haben, suchen sie sich einen neuen Lebensraum, da sie auf der Pflanze sowie der direkten Umgebung keine Nahrung mehr finden. Wie viele der hilfreichen Insekten Sie benötigen, entscheidet die Stärke des Befalls.

Thripse chemisch bekämpfen

Sollten die anderen Methoden nicht funktionieren oder für Sie nicht infrage kommen, ist die dritte und letzte Möglichkeit die Verwendung chemischer Mittel. Weiter unten führen wir Ihnen daher einige Schädlingsmittel auf, welche Sie nutzen können. Wenden Sie diese so an, wie es auf der Rückseite aufgeführt ist. Behandeln Sie die befallene Pflanze mehrmals, sobald Sie sie in Quarantäne gestellt haben. Hören Sie erst mit der Behandlung auf, sobald sich keine Schädlinge mehr auf der Pflanze befinden. Entfernen Sie zusätzlich die oberste Substratschicht, um auch die Schädlinge der Oberfläche loszuwerden und nicht einige ungewollt zurückzulassen. Darüber hinaus fallen abgestorbene Thripse auf die Oberfläche, welche ebenfalls entfernt werden sollten. Rückstände auf der Pflanze können Sie mit einem Tuch abwischen. Alternativ eignet sich auch eine lauwarme Dusche, achten Sie dabei darauf, den Wasserstrahl nicht zu hart einzustellen, dies würde der Pflanze mehr schaden als helfen. Halten Sie die Blattoberfläche dauerhaft feucht, um andere Schädlinge abzuschrecken und ihnen nicht die Möglichkeit zu bieten, sich auf dieser niederzulassen. Wir raten Ihnen dazu, zuerst die oben aufgeführten Varianten der Schädlingsbekämpfung anzuwenden, sollten Sie mit diesen nicht weiterkommen, empfehlen wir Ihnen folgende Mittel:

Sind Thripse gefährlich?

Für Menschen sind Thripse im Normalfall nicht gefährlich. Sie beschränken sich auf Zimmerpflanzen und entziehen diesen die Nährstoffe. Jedoch kann es sein, dass sich die Schädlinge vom Schweißgeruch angezogen fühlen und sich aufgrund dessen auf die Haut setzen. In seltenen Fällen stechen sie infolgedessen auch Menschen.