• Abholung & Verkauf in
    unseren Gewächshäusern
  • Sicherer Versand als
    Paket oder mit Spedition

Die robuste Hanfpalme: so gelingt das Auspflanzen im Garten

Der Anblick von Palmen in heimischen Gärten ist längst keine Ausnahmeerscheinung mehr. Denn auch wenn viele es nicht vermuten, dass Auspflanzen von Palmen ist in wintermilden Regionen Deutschlands problemlos möglich. Der Traum von einer exotischen Erholungsoase mit Urlaubsflair im eignen Garten kann also wahr werden. Wichtig ist die richtige Palmenart auszuwählen. Für unser feucht-kaltes Wetter im Winter eignen sich Hanfpalmen besonders gut, aber auch Nadelpalmen und die Zwergpalmetto lassen sich erfolgreich auspflanzen. Wir empfehlen die Hanfpalme (Trachycarpus fortunei), da diese Palmenart besonders robust ist. Sie ist zudem winterhart und verträgt somit Minustemperaturen ohne langfristig Schaden zu nehmen. Beachtet man einige wenige Dinge, gelingt die Kultivierung eines Palmengartens also auch bei uns!

Die robuste Trachycarpus fortunei

Die Hanfpalme (Trachycarpus fortunei) ist ursprünglich in Asien beheimatet. Mit ihren großen, hellgrünen Wedeln bringt sie tropisches Flair in ihr Zuhause. Die kräftigen, fächerartigen Blätter treiben zunächst am Stammende nach oben hin aus und neigen sich nach ihrer Entfaltung langsam nach unten. Hanfpalmen können ausgepflanzt bis zu zehn Meter hoch werden. Deshalb benötigen sie ausreichend Platz im Garten. Ältere Blätter vertrocknen mit der Zeit und können einfach entfernt werden. Der Stamm ist bei jungen Pflanzen vollständig und später nur noch am oberen Teil mit braunen Fasern bedeckt. Im Sommer schmücken sich Hanfpalmen mit üppigen, rispenförmigen Blütenständen.

Die beste Zeit zum Auspflanzen

Natürlich spielt auch die Qualität der Pflanze eine große Rolle. Am besten geeignet sind gesunde Palmen mit einen gut durchwurzelten Ballen. Die Palmen vom Palmenmann stammen zudem aus Regionen, die für ein etwas raueres Klima bekannt sind, wie Zum Beispiel Nordspanien. Damit eine Hanfpalme frostige Temperaturen sicher übersteht, sollte sie älter als drei bis vier Jahre und zuvor im Kübel gut gepflegt worden sein. Zu junge Palmen würden draußen erfrieren. Wichtig ist auch der Zeitpunkt. Pflanzen sie Ihre Palme erst aus, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind (März bis Juni). Auch ein milder Herbst eignet sich gut zum Auspflanzen, da der Gartenboden vom Sommer zuvor noch schön aufgewärmt ist. Diese gespeicherte Wärme fördert die Wurzelbildung und somit ein schnelles Anwachsen der Palme.

Der passende Standort

Hanfpalmen sind pflegeleicht und stellen keine hohen Ansprüche. Sie mögen einen hellen, windgeschützten Standort mit einigen Stunden Sonne am Tag, um ihre schönen Wedel richtig ausbilden zu können. Graben Sie ein ausreichend großes Pflanzloch und halten Sie genug Abstand zu angrenzenden Gebäuden und Mauern. Freiland-Hanfpalmen können 12 bis 15 m hoch werden und benötigen deshalb einen Platzbedarf von 4 bis 6 qm. Das Pflanzloch sollte im Durchmesser doppelt so groß sein wie der Wurzelballen und ausreichend tief für die längste Wurzel der Palme.

Hanfpalme vorsichtig in die Mitte des Pflanzloches einsetzten. Zum Auffüllen verwenden Sie am besten eine lockere, durchlässige Erde. Wir empfehlen das hochwertige Palmenmann Spezial Substrat für Palmen und mediterrane Pflanzen. Für eine optimale Luft- und Wasserführung, geben Sie zusätzlich eine 20 cm hohe Drainageschicht, z.B. aus Blähton oder Tonscherben, in das Pflanzloch. Dadurch kann das Wasser besser abfließen und es kommt nicht zu einer schädlichen Staunässe am Wurzelballen.  Ist das geschafft, müssen Sie die Erde nur noch etwas andrücken und Ihre frisch ausgepflanzte Palme gut angießen.

Die weitere Pflege

Frisch ausgepflanzte Palmen sollten bei anhaltender trockener Hitze im Sommer mit Wasser versorgt werden. Bereits etablierte Freilandpalmen kommen aber in der Regel ohne zusätzliches Gießwasser aus, da sie ein weitreichendes Wurzelwerk gebildet haben. Eine Düngung ist bei ausgepflanzten Exemplaren nur notwendig, wenn Mangelerscheinungen sichtbar werden, da die Böden in Mitteleuropa eigentlich genügend Nährstoffe enthalten.

Der richtige Winterschutz

Im ersten Winter ist ein Schutz vor Frost besonders wichtig und der richtige Winterschutz beginnt bereits beim Einpflanzen der Hanfpalme. Im Garten sollten Sie deshalb einen geschützten Standort aussuchen, zum Beispiel in der Nähe einer nach Süden ausgerichtete Hauswand oder der Terrasse. Bereits vor dem ersten Bodenfrost können Sie den Wurzelbereich mit pH-neutralen Gartenfasern abdecken. Die Kälte macht Hanfpalmen weniger zu schaffen als die Feuchtigkeit. In der Heimat der Hanfpalmen herrscht im Winter eine eher trockene Kälte, deshalb sind die Pflanzen nässeempfindlich. Sobald mit länger anhaltendem Frost zu rechnen ist, sollten Sie das empfindliche Herz der Hanfpalme ausreichend vor Kälte und Nässe schützen.

Binden Sie die Wedel mit einem Kokosstrick locker oben zusammen und umhüllen Sie anschließend die gesamte Krone mit einem Thermo-Vlies. Den Stamm können Sie mit einer insolierenden Kokosmatte umwickeln. Foliensäcke oder schwarzes Vliesmaterial eignen sich für den Winterschutz nicht. Die Sonne würde diese stark aufheizen und dadurch entsteht Kondenswasser, das durch die Folie nicht entweichen kann. Packen Sie die Krone sofort wieder aus, wenn keine weiteren Dauerfröste zu erwarten sind. In besonders kalten Wintern helfen auch spezielle Heizkabel für Pflanzen. Ab ca. -15 °C verliert die Trachycarpus fortunei häufig ihre Blätter. Bei einer ausreichenden Düngung im Frühjahr wachsen diese allerdings schnell nach.