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Wie gießt man "richtig"?

Eine häufig gestellte Frage: Wie gieße ich richtig?

Und leider ist diese Frage nicht mal auf die Schnelle beantwortet, da es sehr viele verschiedene Faktoren gibt, die zu beachten sind.

Der Standort

Als erstes muss man sich überlegen: Wo steht die Pflanze? Ist sie ausgepflanzt im Garten oder steht sie im Topf an einer warmen Fensterbank bzw. im Kübel auf der Terrasse? Die Pflanze im Topf ist auf die Wasserzufuhr unsererseits angewiesen, während alle Gewächse im Garten sich eine Zeitlang selbstversorgen können bedingt durch tiefe Wurzeln und Regenperioden.

Die Temperaturen

Man muss auch die Temperaturen beachten, je wärmer es ist desto häufiger muss man gießen, gerade bei Indoorpflanzen, die in trockener Heizungsluft leben ist ein erhöhter Wasserbedarf gegeben. Da sollte man sogar bei den meisten Pflanzen zeitweise ein Ansprühen mit Wasser in Betracht ziehen, da trockene Luft oft unschöne braune Stellen an Blättern bedingt. Außerdem kann man mit hohen Luftfeuchtigkeit einen Schädlingsbefall vermeiden.

Die Tageszeit

Die beste Zeit zum Gießen ist der Morgen (wissenschaftlich bewiesen ist der perfekte Zeitpunkt zwischen 3- 4Uhr), weil es da noch kühl ist und das Wasser auf dem Weg zu den Wurzeln nicht schon zum Teil verdunstet. Da die meisten Menschen um diese Uhrzeit ja noch schlafen ist natürlich jede morgentliche Zeit in Ordnung!

Die Jahreszeit

Auch die Jahreszeiten muss man im Hinterkopf haben, die meisten Pflanzen halten Winterpause, wollen etwas kühler und dunkler stehen, um sich auszuruhen und auf das Frühjahr und den Wachstumsschub vorzubereiten. Da brauchen sie einfach nicht viel Wasser. Das gilt auch für die Gartengewächse. Allerdings darf man den Garten im Winter nicht ganz vergessen, denn aus tief gefrorenen Böden bekommt keine Wurzel Wasser und somit „verdursten“ die Pflanzen. Gerade bei denen im Kübel muss man darauf achten und eventuell auch Winterschutz betreiben.

Die Pflanzenart

Auch die Pflanzenart spielt eine große Rolle. Bei Kakteen ist allgemein bekannt, dass sie als Wüstenpflanze wirklich nur wenig Wasser benötigt, wie auch z.B. der Elefantenfuß, Drachen- und Gummibäume, Yuccas, Zamioculcas usw. Wirklich viel Wasser brauchen die mediterranen Gewächse wie der Bambus oder die Hanfpalme. Sie sind viel Wasser einfach gewohnt und man kann ihnen fast beim Wachsen zuschauen. Die Kentiapalme hat es anders gerne, nach einem normalen Gießverhalten von 2- 3x mag sie eine kurze Trockenperiode, das bedeutet einmal die Erde komplett abtrocknen lassen und dann weiter gießen wie immer.

Eine Faustregel, die man sich gut merken kann ist, je größer die Blätter desto größer der Durst. Natürlich brauchen blühende und Früchte tragende Gewächse auch mehr Wasser sowie Nähstoffe (Düngen), da sie viel davon an ihren Nachkommen abgeben.

Die Technik

Eine besondere Art des Gießens ist die Tauchmethode, dabei wird der ganze Pflanzentopf in einen Eimer Wasser gestellt und er wird so lange darin stehen gelassen, bis keine Luftbläschen mehr nach oben steigen. Dann den Topf gut abtropfen lassen und fertig! Bei den meisten Pflanzen reicht diese Methode 1x in der Woche aus und alle sind zufrieden.

Gehölze, Stauden und andere Pflanzen im Garten sollten direkt über die Erde gegossen werden, bei der Benutzung von Sprengeranlagen landet viel Wasser auf den Blättern wo es dann sehr schnell verdunstet oder auch Pilzkrankheiten begünstigen kann.

Bei Topfpflanzen ist es ratsam, zuerst ein wenig Wasser zu geben um die Erde anzufeuchten und dann einige Minuten später normal zu gießen, da es bei durchgetrockneter Erde passieren kann, dass das Wasser nicht aufgenommen wird und einfach nur durchläuft. Eine weitere Möglichkeit wäre, direkt über den Untersetzer zu gießen.

Das richtige Wasser

Aber welches Wasser ist das Richtige? Die meisten Pflanzen mögen keinen oder nur bedingt Kalk, deshalb ist es bei Leitungswasser vorteilhaft, wenn es abgestanden und zimmerwarm ist. Wer es ganz richtig machen möchte nimmt Regenwasser!

Das Fazit

Im Allgemeinen sei gesagt: Es gibt keine Faustregel für ein perfektes Gießen! Wer aber seine Pflanzen ein wenig beobachtet und die schon genannten Punkte beachtet, der bekommt schnell heraus, womit sie zufrieden und glücklich sind.