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Die Kaki: tropische Götterfrucht für heimische Gärten

Der Kakibaum (Diospyros kaki) stammt ursprünglich aus Asien. Beliebte Sorten sind „Honigapfel“, „Persimone“ und „Sharonfrucht“. Der Gattungsname „Diospyros“ bedeutet übersetzt „Götterfrucht“. Mit einem Kakibaum setzten Sie also nicht nur optisch Akzente in Ihrem Garten, sondern kommen auch in den Genuss der exotischen Früchte. Kakibäume erreichen eine Wuchshöhe von bis zu zehn Metern und ähneln in ihrer Form einem Apfelbaum. Die Blätter sind kräftig grün und lanzettförmig. Ab Mai schmückt sich der sommergrüne Baum zudem mit kleinen Blüten, die ihn in ein zartes Gelb tauchen. Bevor dieses Gehölz seine Blätter abwirft, verfärbt sich das Laub im Herbst in ein warmes, dekoratives Gelborange. Somit sorgt der Kakibaum auch bei trübem Wetter für ein schönes Farbenspiel. Wenn im Spätherbst die meisten Blätter bereits abgefallen sind, werden die Kakifrüchte reif und bringen mit ihrem kräftigen Orange einen leuchtenden Farbakzent in Ihren Garten.

Kakibäume gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt und werden in China seit über 2.000 Jahren kultiviert. 90 Prozent der Früchte stammen auch heute noch aus China, Japan und Korea. Dort werden dem Kakibaum vier gute Eigenschaften zugeschrieben: er ist langlebig, schattenspendend, wird von Vögeln als Nistplatz genutzt und wird nicht von Schädlingen befallen. In China ist der Kakikuchen zudem Bestandteil eines Symbols für den Wunsch „Großes Glück in 100 Angelegenheiten“. Dazu wird der Kuchen mit einer Vase, einem Kiefernzweig und einer Orange dekoriert.

Die richtige Pflege

Die meisten der 500 Sorten wachsen in den Tropen und Subtropen. Der Kakibaum bevorzugt deshalb einen sonnigen und warmen Standort im Freien. Da die Bäumchen recht frostverträglich sind, ist ein Auspflanzen im heimischen Garten trotzdem kein Problem. Kakibäume können bei Temperaturen bis zu -12°C draußen stehen bleiben. Bei Jung- und Kübelpflanzen empfehlen wir allerdings einen ausreichenden Winterschutz in der kalten Jahreszeit. Da das Bäumchen im Winter sein Laub abwirft, ist eine Überwinterung in dunklen Räumen mit Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt möglich. Ein weiterer Vorteil der pflegeleichten Bäumchen ist, dass sie von Schädlingen verschont bleiben. Mehr Hilfreiches zum Thema Winterschutz, können Sie in unserem Blog-Beitrag "Kälte, Frost, Schnee - der richtige Winterschutz macht´s!" nachlesen.

Die Erde sollte gleichbleibend feucht gehalten werden, damit sich die Kaki wohl fühlt. Sobald die oberste Erdschicht angetrocknet ist, können Sie ihr Bäumchen wieder mit Wasser versorgen. Auch bei Kakibäumen gilt: Je kühler der Standort, desto weniger Wassergaben werden benötigt. Zum Topfen und Umtopfen empfehlen wir die gebrauchsfertige Floragard Blumenerde. Für besonders aromatische Früchte sowie ein gesundes und kräftiges Pflanzenwachstum, versorgen Sie Ihren Kakibaum mit zusätzlichen Düngergaben. Hierfür eignet sich zum Beispiel der organische Azet Beeren- und Obstdünger von Neudorff sehr gut. Der natürlich biologische NPK-Dünger sorgt für kräftige Fruchtbildung und gesteigerten Ertrag sowie vollen Geschmack.

Die dekorativen Früchte

Die süßlichen Kakifrüchte können Sie zwischen Oktober und November ernten und genießen. Eine reife Frucht erkennen Sie an der orangenen Schale. Die Schale der Kaki ist zudem sehr glatt, glänzend und dünn. Sie sind, je nach Sorte, etwas unterschiedlich geformt. Während Sie „Kakis“ an ihrer kugeligen Form erkennen, sind „Persimone“ eher oval und „Sharon“ tomatenartig, flach. An ihrem eingebuchteten Stielansatz tragen die Früchte vier kleine Kelchblätter. Das leckere Fruchtfleisch wird mit zunehmender Reife immer weicher und lässt sich wie bei einer Kiwi leicht aus der Schale herauslöffeln. Fallen Ihnen braune Flecken im Fruchtfleisch auf, so ist das kein Zeichen von Überreife. Die Verfärbungen werden durch den hohen Zuckeranteil in den kleinen Früchten hervorgerufen. Kakis enthalten aber nicht nur viel Süße sondern auch einen hohen Anteil an Vitaminen, besonders an Provitamin A. Deshalb sind sie nicht nur lecker sondern auch gesund.

Zu beachten ist, dass sich die Kakifrucht beim ersten milden Frost noch am Baum befindet. Bei noch nicht ausgereiften Kakis führt der hohe Tanningehalt (Gerbstoff) zu einer herben Geschmacksnote, die aber mit fortschreitender Reife immer schwächer wird. Auch das durch die Tannine hervorgerufene pelzige Mundgefühl geht während des Reifeprozesses verloren. Kaum Gerbstoffe und keine Kerne enthält die Sorte „Sharon“. Diese Zuchtform der Kaki stammt aus Israel und schmeckt deutlich milder. Sie können deshalb auch im noch harten Zustand mit Schale gegessen werden. Ihr Fruchtfleisch erinnert im Geschmack an süße Zuckermelone und Pfirsich. Quer aufgeschnitten zeigt die Frucht zudem ihr schönes sternförmiges Muster. Deshalb eignet sich die „Sharon“ auch hervorragend als essbares Dekorationselement auf Desserts und fruchtigen Salaten. Als Backzutat verleihen sie jedem Kuchen zudem ein besonderes, fruchtig-süßes Aroma.

Unser Tipp: Sollten Sie doch die harten Früchte pflücken, können Sie diese für ca. zwei Tage in kaltes Wasser legen. Das Wasser entzieht den Früchten die Bitterstoffe und ihr süßer Geschmack kann sich entfalten.