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Zimmerpflanzen richtig umtopfen

Hobbygärtner wollen Ihren grünen Mitbewohnern einen besonders guten Start im neuen Zuhause bieten und topfen gerade erworbene Zimmerpflanzen deshalb häufig direkt um. Durch Transport und Temperaturwechsel ist die Pflanze aber Stress ausgesetzt und benötigt erst eine gewisse Eingewöhnungszeit, um sich an die Bedingungen in ihrem neuen Zuhause anzupassen. In der Regel können Sie neu gekaufte Pflanzen problemlos für die nächsten zwei Jahre in ihrem Pflanztopf belassen, bevor ein Umtopfen notwendig wird. Im Winter befinden sich die meisten Pflanzen zudem in ihrer Ruhephase. Bedingt durch die Kälte und den Lichtmangel, fahren sie ihren Stoffwechsel runter und das Wachstum wird eingestellt. Sie sollten deshalb, auch mit dem Umtopfen Ihrer Zimmerpflanzen, besser bis zum Frühjahr warten. Um weitere Fehler beim Umtopfen zu vermeiden, gilt es außerdem folgendes zu beachten:

Wann umtopfen?

Damit Ihre Zimmerpflanzen wieder richtig aufblühen und sich gesund entwickeln können, sollten Sie sie alle zwei Jahre mit frischem Substrat und einem größeren Topf versorgen. Werden die Tage im Frühjahr wieder länger und die Lichtintensität steigt, ist der Zeitraum ideal zum Umtopfen. Wie häufig umgetopft werden muss, hängt natürlich auch vom Standort und Wachstum der jeweiligen Pflanze ab. Jungpflanzen entwickeln sich schneller als ältere Exemplare und haben ihr Pflanzgefäß deshalb meistens bereits nach einem Jahr durchwurzelt.

An folgenden Anzeichen können Sie außerdem feststellen, ob ein Umtopfen notwendig ist:

  • Der Wurzelballen hat die Erde im Topf komplett durchwurzelt.
  • Das Wachstum der Pflanze stockt und sie wirkt kraftlos.
  • Der Druck des Wurzelballens ist so groß geworden, dass sich die Pflanze aus dem Topf hebt oder den Topf sogar sprengt.
  • Die Wurzeln wachsen unten durch die Abzugslöcher oder oben über den Topfrand hinaus.
  • Das Verhältnis von Topfgröße zu Pflanze stimmt nicht mehr. Die Pflanze ist so groß bzw. schwer geworden, dass der Topf nicht mehr stabil stehen kann.
  • Die Erde ist so dicht komprimiert, dass sie kaum noch Wasser aufnehmen kann und sich das Gießwasser staut.
  • Die Erde ist überdüngt (zu viel Dünger, auf zu kleiner Fläche). Dies kann zu Wurzelverbrennungen führen, bei der die Pflanzen ausdörren. Prüfen Sie deshalb die Wurzeln vor dem Umtopfen auf bereits vorhandene Schäden.
  • Es haben sich Kalkablagerungen gebildet, die die Erdoberfläche verkrusten. In diesem Fall genügt es in der Regel, die oberste Erdschicht zu entfernen. Prüfen Sie aber, wie es zu der „Verkalkung“ kommen konnte und ob die Pflanze bereits geschädigt wurde.

 

Welche Topfgröße wählen?

Die richtige Größe des neuen Topfes ist entscheidend. Häufig meinen es Pflanzenbesitzer zu gut und wählen zum Umtopfen einen deutlich größeren Topf als zuvor. Der neue Topf sollte am besten 2 bis 4 cm größer sein als das alte Pflanzgefäß oder mindestens zwei Topfgrößen größer (z.B. eine Pflanze im 12er Topf wird umgetopft in einen 14er Topf). Darin steht die Pflanze stabil und die Wurzeln können das frische Substrat gut durchdringen. Angeben zur Topfgröße finden Sie meistens auf der Unterseite des Topfes. Möchten Sie einen gebrauchten Topf widerverwenden, sollten Sie ihn vorher mit einer Wurzelbürste und heißem Wasser gut säubern, da sich ansonsten schädliche Pilze und Keime auf die frisch eingesetzte Pflanze übertragen könnten. Auf aggressive, chemische Reiniger sollten Sie Ihrer Pflanze zu liebe verzichten.

Das natürliche Material von Tontöpfen ist nicht nur optisch ansprechender als Plastik, sondern zeichnet sich zudem durch seine Luft- und Wasserdurchlässigkeit aus. Durch die positiven Eigenschaften der leicht porösen Wände, vernässen Pflanzen in Tontöpfen nicht so schnell. Außerdem haben Tontöpfe ein höheres Eigengewicht und stehen deshalb stabiler als Töpfe aus Plastik. Pflanzgefäße aus Kunststoff lassen sich dagegen besser reinigen und sind leichter zu transportieren. Für Gewächse mit besonders langen bzw. flachen Wurzeln, sollten Sie außerdem ein entsprechendes Spezialgefäß wählen.

Welche Erde verwenden?

Draußen können sich Wurzeln in alle Richtungen ausbreiten. Im Topf stehen ihnen dagegen nur ein begrenzter Raum und eine gewisse Menge Erde zur Verfügung. Um Ihre Zimmerpflanzen bestmöglich zu versorgen, verwenden Sie deshalb nur hochwertiges Substrat aus dem Fachhandel. Gute Erde muss Wasser und Nährstoffe speichern und diese an die Pflanze abgeben. Wir empfehlen das bestens abgestimmte PALMENMANN Spezialsubstrat. Durch die lockere Erdstruktur sichert das Spezialsubstrat eine optimale Sauerstoffversorgung Ihrer Pflanzen und ist gleichzeitig ein zuverlässiger Feuchtigkeitsspeicher. Daher eignet sich unsere Spezialerde bestens für des Topfen sowie Umtopfen von Zimmer- und Kübelpflanzen. Einige Zimmerpflanzen wie Kakteen, Orchideen oder Azaleen benötigen allerdings ein Substrat, das genau auf ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmt ist. Diese finden Sie ebenfalls in unserem Online-Shop, in der Kategorie „Erde und Dünger“.

Wie umtopfen?

Zuerst wird die Pflanze vorsichtig aus Ihrem Topf geholt und die alte, lockere Erde entfernt. Meistens lässt sich der Wurzelballen durch leichtes Klopfen gegen den Topf leicht vom Boden und den Seiten lösen. Sitzt der Ballen zu fest, hilft oft ein Tauchbad um Pflanze und Topf zu trennen. Haben sich die Wurzeln bereits einen Weg aus dem Abzugsloch ihres Topfes gesucht, achten Sie darauf, dass Sie diese vorsichtig freilegen und (wenn möglich) mit umtopfen. Das Abzugsloch des neuen Topfes sollten Sie mit einer Tonscherbe abgedeckt, damit die frisch eingefüllte Erde nicht beim ersten Wässern direkt ausgespült wird. Hierzu eignet sich auch eine Drainageschicht aus Tongranulat im unteren Bereich des Topfes. Überschüssiges Gießwasser kann dadurch jederzeit abfließen, um schädliche Staunässe zu vermeiden.

Die Pflanze wird anschließend in die Mitte des neuen Topfes gesetzt und dieser von allen Seiten mit Substrat aufgefüllt. Achten Sie darauf, dass der Topf nicht bis zum Rand mit Erde voll ist, sondern der obere Wurzelballen etwa 2 cm unter dem Topfrand endet. Somit haben Sie noch Platz zum Gießen und Düngen. Stoßen Sie den Pflanztopf leicht mit dem Boden auf, damit sich die Erde optimal verteilt und sich keine Hohlräume bilden. Anschließend füllen Sie erneut etwas Erde auf, bis der Topf ausreichend gefüllt ist. Zum Schluss sollten Sie das frische Substrat leicht andrücken und kräftig angießen. Nach dem Umtopfen müssen Sie für etwa sechs Wochen nicht düngen, da hochwertige Substrate bereits Dünger enthalten.

Einige Pflanzen, wie zum Beispiel die Strelitzie, blühen nach dem Umtopfen erstmal nicht. Denn um zu blühen, benötigen sie den Druck der Wurzeln. Strelitzien müssen deshalb erst dann umgetopft werden, wenn der Druck des Wurzelballens so groß geworden ist, dass sich die Pflanze bereits aus dem Topf hochdrückt.