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Zimmerpflanzen richtig umtopfen

Pflanzen müssen regelmäßig umgetopft werden, damit sie sich ideal entwickeln können. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt? Welches Equipment wird benötigt und wie läuft das Umtopfen von Zimmerpflanzen überhaupt ab? All diese Fragen und noch einige weitere möchten wir Ihnen in diesem Blogbeitrag gerne beantworten.

Wann werden Zimmerpflanzen umgetopft?

Generell gilt, Zimmerpflanzen können das ganze Jahr über umgetopft werden, da sie etwas weniger von Temperaturen und Lichtverhältnissen beeinflusst werden, als Pflanzen im Außenbereich. Ideal ist allerdings der Zeitpunkt Anfang Frühling. Werden die Tage im Frühjahr wieder länger und die Lichtintensität steigt, ist der Zeitraum ideal zum Umtopfen und Ihre Pflanzen können mit Ihrer ganzen Energie und frischem Substrat in die Hauptwachstumsphase starten.

Wie häufig umgetopft werden muss, hängt natürlich auch vom Standort und dem Wachstum der jeweiligen Pflanze ab. Jungpflanzen entwickeln sich schneller als ältere Exemplare und haben ihr Pflanzgefäß deshalb meistens bereits nach einem Jahr durchwurzelt. Als Faustregel gilt, dass Sie Ihre jungen Pflanzen alle 1 bis 1,5 Jahre in einen neuen Topf Pflanzen sollten. Zimmerpflanzen, die bereits 4-5 Jahre alt sind, wachsen deutlich langsamer und brauchen erst nach ca. 2 Jahren etwas mehr Platz.

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Brauchen neue Pflanzen einen neuen Topf?

Hobbygärtner wollen Ihren grünen Mitbewohnern einen besonders guten Start im neuen Zuhause bieten und topfen gerade erworbene Zimmerpflanzen deshalb häufig direkt um. Durch Transport und Temperaturwechsel ist die Pflanze aber Stress ausgesetzt und benötigt erst eine gewisse Eingewöhnungszeit, um sich an die Bedingungen in ihrem neuen Zuhause anzupassen. Geben Sie Ihrem neuen grünen Liebling ca. 4-6 Wochen Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Welche Topfgröße wählen

Die richtige Größe des neuen Topfes ist entscheidend. Häufig meinen es Pflanzenbesitzer zu gut und wählen zum Umtopfen einen deutlich größeren Topf als zuvor. Der neue Topf sollte am besten 2 bis 4 cm größer sein als das alte Pflanzgefäß oder mindestens zwei Topfgrößen größer (z.B. eine Pflanze im 12er Topf wird umgetopft in einen 14er Topf). Darin steht die Pflanze stabil und die Wurzeln können das frische Substrat gut durchdringen. Angeben zur Topfgröße finden Sie meistens auf der Unterseite des Topfes. Möchten Sie einen gebrauchten Topf wiederverwenden, sollten Sie ihn vorher mit einer Wurzelbürste und heißem Wasser gut säubern, da sich ansonsten schädliche Pilze und Keime auf die frisch eingesetzte Pflanze übertragen könnten. Auf aggressive, chemische Reiniger sollten Sie Ihrer Pflanze zu liebe verzichten.

Das natürliche Material von Tontöpfen ist nicht nur optisch ansprechender als Plastik, sondern zeichnet sich zudem durch seine Luft- und Wasserdurchlässigkeit aus. Durch die positiven Eigenschaften der leicht porösen Wände, vernässen Pflanzen in Tontöpfen nicht so schnell. Außerdem haben Tontöpfe ein höheres Eigengewicht und stehen deshalb stabiler als Töpfe aus Plastik. Pflanzgefäße aus Kunststoff lassen sich dagegen besser reinigen und sind leichter zu transportieren. Für Gewächse mit besonders langen bzw. flachen Wurzeln, sollten Sie außerdem ein entsprechendes Spezialgefäß wählen.

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Umtopfen in 6 Schritten

  1. Zuerst wird die Pflanze vorsichtig aus Ihrem Topf geholt und die alte, lockere Erde entfernt. Meistens lässt sich der Wurzelballen durch leichtes Klopfen gegen den Topf leicht vom Boden und den Seiten lösen. Sitzt der Ballen zu fest, hilft oft ein Tauchbad,  um Pflanze und Topf zu trennen. Haben sich die Wurzeln bereits einen Weg aus dem Abzugsloch ihres Topfes gesucht, achten Sie darauf, dass Sie diese vorsichtig freilegen und (wenn möglich) mit umtopfen.
  2. Im nächsten Schritt müssen die Wurzeln ein wenig von der alten Erde befreit werden. Schütteln Sie das Substrat ab und versuchen Sie vorsichtig die sichtbaren Wurzeln von ihr zu lösen. Es reicht aus, wenn Sie den Erdballen bis zu ca. einem Drittel entfernen, die restliche Erde darf an den Wurzeln bleiben.1und2
  3. Je nachdem wie weit das Wurzelwachstum schon fortgeschritten ist, sind diese bereits einmal um den Erdballen herum gewachsen. Versuchen Sie die Wurzeln zu lösen bzw. abzurollen. Die langen Wurzeln können mit einer Schere gekürzt werden, das wirkt sich positiv auf das spätere Wachstum der Wurzeln aus.
  4. Jetzt können Sie etwas von der neuen Erde oder dem Substratgemisch in den neuen Untertopf geben (ca. 4-5 cm) und Ihre neue Pflanze auf dem Substrat betten. Achten Sie darauf, dass der Topf nicht bis zum Rand mit Erde voll ist, sondern der obere Wurzelballen etwa 2 cm unter dem Topfrand endet.3und4
  5. Die freien Ränder um den Wurzelballen können Sie mit weiterer Erde auffüllen und Ihre Pflanze fest drücken.
  6.  Zum Schluss gibt es für Ihren grünen Liebling einen ordentlichen Schluss Wasser. Wenn die Erde feucht ist, können sich die Wurzeln der Pflanze leichter in der Erde ausbreiten. Nach dem Umtopfen müssen Sie für etwa sechs Wochen nicht düngen, da hochwertige Substrate bereits Dünger enthalten.5und6

Einige Pflanzen, wie zum Beispiel die Strelitzie, blühen nach dem Umtopfen erstmal nicht. Denn um zu blühen, benötigen sie den Druck der Wurzeln. Strelitzien müssen deshalb erst dann umgetopft werden, wenn der Druck des Wurzelballens so groß geworden ist, dass sich die Pflanze bereits aus dem Topf hochdrückt.

Warum müssen Pflanzen umgetopft werden?

Ihre Pflanze zieht sich aus dem Substrat regelmäßig alle Nährstoffe, die sie zum Wachsen benötigt, um zu gedeihen. Die Aufnahme findet dabei über die Wurzeln statt, die sich im Topf nur begrenzt entwickeln können. In der freien Natur haben Pflanzen die Möglichkeit, ihre Wurzeln weiter zu entfalten und können großflächiger Nährstoffe sammeln. Im Topf ist die Entfaltung eingeschränkt und die Pflanze ist darauf angewiesen, dass das vorhandene Substrat ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stellt. Über einen gewissen Zeitraum kann man mit einem geeigneten Dünger dafür sorgen, dass der Boden weniger schnell auslaugt und Ihre Zimmerpflanze mit Mineralien versorgt wird.

Zimmerpflanzen werden zu groß

Wenn Sie bei Ihrer Zimmerpflanze bereits für die idealen Verhältnisse gesorgt haben und sie ausreichend Licht und Wasser erhält, ist sie mit Sicherheit bereits prächtig gewachsen. Die Pflanze kann mit der Zeit zu groß für ihren Topf werden und wird in ihrem Wachstum gehemmt. Die Wurzeln finden keinen Platz mehr, sich weiter zu entwickeln und können der Pflanze keinen sicheren Stand gewährleisten. Die Folge könnte sein: Die Pflanze kippt aus dem Topf. Auch die Nährstoffzufuhr, die über das Wurzelwerk läuft kann bei einem zu kleinen Topf nicht mehr ausreichend stattfinden und die Pflanze geht mit der Zeit ein.

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Anzeichen für einen zu kleinen Topf

      • Der Stand Ihrer Pflanze wird unsicher und sie droht aus dem Topf zu Kippen.
      • Die Wurzeln wachsen bereits unten aus dem Topf heraus.
      • Der oberer Pflanzenteil ist deutlich größer als der Topfdurchmesser.
      • Der Untertopf weißt Dellen auf und wird unförmig.
      • Sie können die Wurzeln bereits durch den Topf fühlen.
      • Die Wurzeln wachsen bereits oben aus dem Topf raus.
      • Die Erde ist so dicht komprimiert, dass sie kaum noch Wasser aufnehmen kann und sich das Gießwasser staut.
      • Es haben sich Kalkablagerungen gebildet, die die Erdoberfläche verkrusten. In diesem Fall genügt es in der Regel, die oberste Erdschicht zu entfernen. Prüfen Sie aber, wie es zu der „Verkalkung“ kommen konnte und ob die Pflanze bereits geschädigt wurde.

Pflanze überdüngt

Haben Sie es etwas zu gut gemeint und Ihrer Zimmerpflanze zu viele Nährstoffe zur Verfügung gestellt? Eine überdüngte Erde sorgt leider für ein giftiges Umfeld und die Pflanze wird mit der Zeit eingehen. Hier hilft ein neues Substrat für Ihren grünen Liebling! Entfernen Sie die alte Erde großzügig von den Wurzeln und setzen Sie die Pflanze in das neue Substratgemisch. Für eine schnelle Abhilfe können Sie auch die Düngerreste entfernen und die Zimmerpflanze die Erde mit Wasser durchspülen

Bildung von Staunässe

Wird die Pflanze zu viel gegossen, kann sich auch Staunässe bilden und die Wurzeln ersticken oder fangen an zu faulen. Ist Ihre Pflanze einmal von einer Wurzelfäule befallen, wird es schwierig sie noch zu retten. Topfen Sie Ihren grünen Liebling besser zeitnah in ein frisches Substrat und ändern Sie das Gießverhalte. Viele Tipps zum Thema Gießen können Sie in unserem Blogartikel: Richtig gießen nachlesen.

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