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Der Judasbaum: Welche Rolle spielt er im Christentum?

Die Bezeichnung des Judasbaumes lässt schon erahnen, dass die Namensherkunft aus dem Christentum abgeleitet wird. In diesem Blog-Beitrag verraten wir Ihnen, was sich tatsächlich hinter dem Cercis siliquastrum verbirgt und wie Sie mit der richtigen Pflege lange Freude an Ihrem Judasbaum haben werden.

Der religiöse Hintergrund

Im christlichen Glauben war Judas einer der zwölf Jünger Jesu, der ihn an die Römer auslieferte und somit als Verräter gilt. Als Judas jedoch erfuhr, dass die Hohepriester den Tod von Jesus forderten, wollte er die 30 Silberlinge, die er zuvor von den Römern für seinen Verrat erhalten hatte, zurückgeben. Als er allerdings einsehen musste, dass er Jesus nicht mehr befreien konnte, wollte er ebenfalls sein Leben beenden. In größter Verzweiflung hängte sich Judas an einem Baum auf und vor lauter Scham lief der Baum rot an.  
Der Geschichte zufolge handelt es sich hierbei um den Baum, den wir heutzutage als Judasbaum betiteln. Die damalige Scham des Baumes kommt jedes Jahr erneut durch die üppige Blütenpracht zum Ausdruck, die sich in einem leuchtenden Rosa zeigt.

Die optischen Merkmale

Neben diesem herrlichen Blütenzauber, der zwischen April und Mai zum Vorschein kommt, bietet der Judasbaum noch weitere optische Highlights. Im Volksmund wird die weit verbreitete Bezeichnung Judasbaum auch gerne durch den Namen Liebesbaum oder Herzbaum  ersetzt. Der Namensgeber lässt sich schnell ermitteln: Diese romantische Bezeichnung ist auf die herzförmige Form des Blattwerkes zurückzuführen! Allerdings kann man den Anblick der dekorativen Blätter nur während der warmen Jahreszeit genießen, da der laubabwerfende Baum im Herbst allmählich sein gelbgefärbtes Blattwerk ablegt. Zudem schmücken sich vor allem ältere Exemplare der Cercis siliquastrum mit einer Vielzahl an langen Hülsenfrüchten, die sich mit einer braunen Färbung präsentieren und den ganzen Winter am Baum verbringen.

Die richtige Pflege

Trotz des religiösen Hintergrundes und den optischen Reizen gilt der Judasbaum in unseren Breiten immer noch als wahre Rarität, obwohl dieses anspruchslose Ziergehölz mit einer unkomplizierten Haltung überzeugt. Ursprünglich stammt der Judasbaum aus Südeuropa und Vorderasien und freut sich auch in unseren Breiten über einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Der Judasbaum stellt keine besonderen Ansprüche an die Erdqualität und gibt sich mit normalen Gartenboden zufrieden. Sofern sich der Cercis siliquastrum in Ihrem Garten wohlfühlt, kann dieses Exemplar eine Wuchshöhe von mehreren Metern erreichen. Allerdings bedarf es einen Zeitraum von vielen Jahren, bis der Judasbaum zu einem kräftigen Baum heranwächst, da der Jahreszuwachs bei ca. 40 cm liegt. Um eine gewünschte Wuchsform aufrechtzuerhalten, können Sie den schnittverträglichen Baum nach der Blütezeit bedenkenlos zurückschneiden. Des Weiteren handelt es sich um eine robuste Pflanze mit einer ausgeprägten Frostbeständigkeit, da das Temperaturminimum von ausgepflanzten Exemplaren bei ca. -15/-17°C liegt.

Wussten Sie schon?

In der ursprünglichen Heimat des Judasbaumes werden bestimmte Pflanzenteile auch als kulinarische Bereicherung geschätzt. Die Blüten dienen als farbenfrohe Verzierung von Salaten und leckeren Desserts und sollen eine süßliche Note mit einem leicht säuerlichen Nachgeschmack besitzen.  In unseren Breiten ist der Baum lediglich als Blütenziergehölz bekannt. Somit raten wir von einem übermäßigen Verzehr ab.