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Der Kapernstrauch: besondere Blüte und pikante Kochzutat

Der Kapernstrauch (Capparis spinosa) wird auch als Echter Kapernstrauch bezeichnet und ist in Südeuropa sowie im gesamten Mittelmeergebiet beheimatet. Bekannt sind seine eingelegten Blütenknospen, die als Kapern mediterrane sowie heimische Gerichte verfeinern. Er gedeiht besonders gut an sehr sonnigen, trockenen und geschützten Standorten. Der dunkelgrüne Strauch ist eine genügsame Sukkulente. Das bedeutet, seine Blätter dienen als Wasser- und Nährstoffspeicher. Die Pflege des Kapernstrauchs ist also eher unkompliziert. Er gedeiht am besten als Kübelpflanze, da der Strauch dann problemlos im Winter umgestellt werden kann.

Als Kübelpflanze erreicht der Kapernstrauch eine Wuchshöhe von ungefähr 40 cm. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Dann schmückt sich der Kapernstrauch mit weit geöffneten, weißen Blüten aus denen die langen, weiß-violetten Staubfäden eindrucksvoll herausragen. Die Blüte zeigt nur einmal, von morgens bis abends, ihre volle Pracht.

Die richtige Pflege

Der robuste Capparis spinosa ist hitzeverträglich und benötigt viel Sonne und Wärme. Nasses Substrat und Staunässe sind dagegen sehr schädlich. Wichtig ist deshalb, dass der Kapernstrauch geschützt vor Regen steht und das Gießwasser ungehindert abfließen kann. Wenn Kapernpflanzen eingehen, liegt das sehr häufig an zu nassem Substrat. Weniger ist also in diesem Fall mehr und der Pflanzkübel muss über eine gute Drainage verfügen. Je nach Wetter genügt es, einmal durchdringend zu gießen und dann können Sie wieder einige Tage abwarten. Das Substrat sollte möglichst nährstoffarm, steinig, kalkhaltig und gut durchlässig sein. Beim Umtopfen oder Auspflanzen vorsichtig mit den empfindlichen Wurzeln umgehen. Düngen, in Form von organischem Dünger, ist nur zu Beginn und am Ende des Frühjahrs notwendig sowie einmal im Sommer. Im Winter wirft der Strauch sein Laub ab und die Zweige trocknen zurück. Schneiden ist also nicht notwendig.

Das passende Winterquartier

Kapernsträucher sind bei uns nicht winterhart. Kalten Temperaturen bis ca. - 5° C hält der Strauch nur kurzzeitig stand und muss deshalb rechtzeitig in ein Winterquartier umziehen. Helle Räume mit 5° C bis 10° C bieten einen optimalen Schutz, bevor die sonnenscheinliebende Pflanze erneut im Frühjahr und Sommer draußen stehen kann. Keinesfalls darf er in der Nähe einer Heizung überwintern. Das Substrat muss nur leicht feucht gehalten werden, damit es nicht vollständig austrocknet.

Die besonderen Blütenknospen

Capparis spinosa ist nicht nur ein wunderschön blühender Strauch sondern liefert auch die beliebten, würzigen Kapern. Geerntet werden die kleinen, geschlossenen Blütenknospen bevor sich die filigranen Staubfäden zeigen. Eine besonders gute Kapernernte erhalten Sie, wenn die Pflanze etwas höher steht und bei guter Pflege können sie bis zu 15 Jahre von einem Strauch profitieren. Nach der Blüte entwickelt sich die Kapernbeere, welche ebenfalls eingelegt und gegessen werden kann.

Roh sind Kapern allerdings ungenießbar. Die geschlossenen Knospen müssen erst in Salzlake und Essig eingelegt werden, bevor sie auf den Tisch kommen. Dabei entfalten sie ihren würzig-pikanten Geschmack. Die erbsengroßen Blütenknospen des Kapernstrauches sind besonders in der mediterranen Küche beliebt. Anbaugebiete sind unter anderem Südfrankreich sowie die Liparischen Inseln, nördlich von Sizilien. Zu der Inselgruppe gehört auch Salina, wo jährlich am ersten Juni-Wochenende das traditionelle „Festa del Cappero“ (Kapernfest) gefeiert wird.

In Frankreich unterteilt man Kapern in sieben unterschiedliche Klassen. Die Kleinsten (Nonpareilles) sind 4 bis 7 mm groß und gelten als die qualitativ besten und leckersten Kapern. Relativ große Exemplare, mit einem Durchmesser von 13 bis15 mm, gehören zur Klasse der Hors calibres. Generell gilt beim Kauf von Kapern: Je kleiner desto teurer.

In Deutschland verfeinern Kapern den Geschmack von Gerichten wie Königsberger Klopse, Frikassee und Rinder-Tatar. In der italienischen Küche kennt man sie vor allem in Vitello tonnato und Spaghetti alla puttanesca.

Die wichtigen Verarbeitungsschritte

Der Kapernstrauch blüht immer wieder nach. Deshalb erstreckt sich die Erntezeit über mehrere Wochen. Bevor die gepflückten Blütenknospen eingelegt werden können, müssen Sie sie einige Tage an der Luft trocknen. Im zweiten Verarbeitungsschritt legen Sie die Knospen dann für einige Wochen in Salzlake ein und waschen sie anschließend gründlich aus. Damit haben Sie die Bitterstoffe entfernt und die Kapern sind genießbar. Im letzten Schritt übergießen Sie die Kapern mit Essig und lassen Sie sie noch einmal mehrere Wochen ziehen. Mit wenig Aufwand und etwas Geduld können Sie dann Ihre selbst geernteten, kleinen Leckerbissen genießen.

 

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