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Die Zitruspflanzen: betörend frischer Duft und südliches Ambiente

Die Zitruspflanzen (Citrus) stammen aus dem tropischen und subtropischen Südosten Asiens. Wegen Ihrer leckeren Früchte, werden Sie heute in allen warmen Gebieten der Erde kultiviert. Der Anbau von Zitrusfrüchte erfolgt auf großen Plantagen und sie stehen, nach Bananen und Tafeltrauben, an dritter Stelle der weltweiten Obstproduktion. Hauptanbaugebiet ist der so genannten „Zitrusgürtel“ zwischen dem 20. und 40. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators. Die immergrünen Bäume oder großen Sträucher schmücken sich im Frühjahr mit vielen weißen Blüten, die einen wunderbaren Duft verbreiten. Die rundlichen Zitrusfrüchte färben sich reif grün, gelb oder orange und erlangen ganz unterschiedliche Größen. Ihr saftiges Fruchtfleisch schmeckt sauer (Zitrone, Limette) oder süß-säuerlich bis süß (Orange, Apfelsine, Pampelmuse). Zitrusfrüchte sind sehr vielfältig und lassen sich auch so nutzen. Vom Fruchtfleisch über den Saft bis hin zur Schale, kann alles verarbeitet werden.

Zitrusfrüchte wurden bereits vor ca. 4.000 Jahren kultiviert und gehören damit zum ältesten sowie bedeutendsten Obst der Welt. Zu Citrus gehören: Mandarine, Clementine, Satsuma, Apfelsine oder Orange, Bitterorange oder Pomeranze, Bergamotte, Pampelmuse, Grapefruit, Pomelo, Echte Limette, Gewöhnliche Limette, Kaffernlimette, Rangpur-Limette, Zitrone, Zitronatzitrone und Kumquats. Eine sicherer botanische Zuordnung ist, aufgrund der natürlichen Hybridisierung, nicht immer möglich. Probieren Sie doch diesen Sommer eine in Deutschland nicht so bekannte Zitrusfrucht, wie die Kaffernlimette. In unserem Blog-Beitrag "Die Limette: grüne Vitaminbombe für Bar und Küche" erfahren Sie mehr über die kleine, exotische Frucht, die in der Kochkunst Südostasiens genutzt wird.

Es gibt eine Vielzahl von Sorten und Hybriden. Auch in unseren Breitengraden ist es möglich, sich das südliche Flair der Mittelmeerländer nach Hause zu holen. Genießen Sie den wunderbar frischen Duft von Zitruspflanzen auf Ihrem Balkon, Ihrer Terrasse oder in Ihrem Garten. Auch wenn Sie nicht im Besitz eines Wintergartens oder Gewächshauses sind, gibt es viele Möglichkeiten Ihren Traum von einem eigenen „Zitronen- oder Apfelsinenhain“ wahr werden zu lassen. Denn Zitrusgewächse sind nicht so kompliziert und empfindlich wie man zunächst denkt. Behalten Sie bei der Haltung und Pflege einfach im Hinterkopf, unter welchen Bedingungen Zitronen und Co. in ihrer mediterranen Heimat gedeihen. Mit entsprechender Behandlung, bereiten Ihnen die Pflanzen viel Freude.

Die praktische Kübelhaltung

Zitruspflanzen werden bei uns überwiegend in Kübeln gehalten, da diese transportabel sind und jederzeit an den optimalen Standort gestellt werden können. Die mediterranen Pflanzen wirken besonders schön in dekorativen Keramik- oder Terrakottatöpfen. Pflanzgefäße aus Kunststoff haben den Vorteil, dass sie deutlich leichter sind, was sich spätestens beim jährlichen ein und ausräumen aus dem Winterquartier bemerkbar macht.

Ist der Topf zu eng geworden für den Wurzelballen oder kränkelt die Pflanze aufgrund von Nährstoffmangel, ist es Zeit sie umzutopfen. Das Umtopfen erfolgt am besten im späten Winter, bevor die neue Vegetationsphase beginnt. Wählen sie hierfür kein zu großes Gefäß. Einige cm mehr im Durchmesser als zuvor genügt. Achten Sie beim Herausnehmen der Pflanze darauf, die empfindlichen Wurzeln nicht zu beschädigen. Bei Tontöpfen kann gründliches Wässern das Herauslösen des Ballens erleichtern.

Der beste Standort

Zitruspflanzen fühlen sich an sonnigen Plätzen am wohlsten. Zudem sollte der Standort windgeschützt sein. Je nach Größe der Pflanze ist der Balkon, die Terrasse oder der Garten geeignet. In Regionen mit mildem Klima können die Pflanzen nach ihrer Winterruhe bereits ab April nach draußen gestellt werden. Sinken die Temperaturen kurzzeitig, können Sie Citrus über Nacht komplett mit einem leichten Vlies abdecken. So überstehen die Pflanzen auch leichte Minustemperaturen ohne Schaden. Ab Mitte Mai können sie dann problemlos wieder im Freien stehen. Nachdem sie die Pflanze aus ihrem Winterquarteier geholt haben, geben Sie ihr etwas Zeit für die Umgewöhnung. Bei zu starker Sonneneinstrahlung können die Blätter verbrennen. Sorgen Sie dafür, dass die Zitruspflanze bei Sturm, Hagel oder starkem Regen nicht schutzlos den Naturgewalten ausgesetzt ist und stellen Sie sie vorübergehen an einem sicheren Ort unter.  

Das richtige Substrat

Besonders in der Kübelhaltung ist das richtige Substrat wichtig, da die Pflanze völlig auf die Nährstoffe, die wir ihr zur Verfügung stellen, angewiesen ist. Zitruspflanzen benötigen lockere und durchlässige Erde. Das Wasser muss gut abgeleitet und die Wurzeln ausreichend belüftet werden. Die meisten bei uns erhältlichen Zitrus-Kübelkulturen gedeihen am besten in leicht saurem bis saurem Boden, mit einem pH-Wert um 5,5 bis 6. Wir empfehlen deshalb ein Spezialsubstrat, wie die gebrauchsfertige Floragard Zitrus- und Mediterranpflanzenerde. Die torfreduzierte Spezialmischung enthält alle wichtigen Nährstoffe, die Ihre Zitruspflanze für ein gesundes und kräftiges Wachstum braucht. Zudem zeichnet sie sich durch ihren exakt abgestimmten pH-Wert sowie den enthaltenen Eisendünger aus. Der Dünger sorgt speziell bei Zitruspflanzen für kräftig grüne Blätter.

Zitruspflanzen vertragen keine Staunässe. Gerade bei größeren Pflanzgefäßen ist eine Drainageschicht aus Kies, im unteren Bereich des Topfes, ratsam. Auch bei ausgepflanzten Exemplaren ist darauf zu achten, dass sich das Gießwasser nicht stauen kann. Die Pflanzen sollten nur nach Bedarf gegossen werden. Ist die oberste Schicht des Substrats trocken, wird es Zeit für die Wassergabe. Der Wasserbedarf ist zudem abhängig vom Wetter. Bei trockener Hitze muss öfters gegossen werden. Am besten gießen Sie mit Regenwasser. Zu kalkhaltiges Wasser aus dem Hahn kann den pH-Wert des Bodens erhöhen.

Der abgestimmte Dünger

Wie alle Pflanzen, benötigt auch Citrus Nährstoffe um zu gedeihen. Sie sollten deshalb mäßig aber regelmäßig düngen. Eine zusätzliche Düngergabe ist besonders in der Sommerzeit, von Mai bis August, ratsam. Im Herbst und Winter düngen Sie alle 6 Wochen. Spezialdünger enthalten sämtliche Nährstoffe und Spurenelemente die für ein kräftiges, gesundes Pflanzenwachstum wichtig sind. Wir empfehlen den abgestimmten Palmenmann Spezial Zitrus-Dünger mit Langzeitwirkung (5 - 6 Monate) und den organischen BioTrissol Plus Zitrus- und Mediterranpflanzen-Dünger von Neudorff. Diese und weitere Spezialprodukte für die Pflege Ihrer Zitruspflanzen, erhalten Sie in unserem Online-Shop. Seien Sie beim Ausbringen von Zitrus-Düngern achtsam. Die Extraportion Eisen ist zwar besonders gut für Ihre Pflanzen, kann aber unschöne Flecken hinterlassen.

Das passende Winterquartier

Zitruspflanzen sind nicht winterhart und benötigen deshalb ein frostfreies Winterquartier. Räumen Sie sie so spät wie möglich an einem kühlen, hellen und gut belüfteten Standort ein. Dazu eignen sich Gewächshäuser und Wintergärten, aber auch Gartenlauben und sogar Treppenhäuser. Auch im Winter darf die Erde nicht vollkommen austrocknen. Gießen und düngen Sie aber sehr zurückhaltend und in größeren Zeitabständen. Besonders im Winterquartier kann es zu Schädlingsbefall kommen. Durchsuchen Sie die Pflanzen deshalb regelmäßig nach möglichen Schädlingen.

Der richtige Schnitt

Als Hochstämmchen mit einer kompakten Krone wirken Zitrusbäumchen besonders schön und dekorativ. Im Frühjahr können Sie einen behutsamen Erziehungs- und Erhaltungsschnitt durchführen. Schneiden Sie die Krone entsprechend ihrer gewünschten Form und entfernen Sie Seitentriebe sowie störende, in die Krone hineinwachsende Äste. Zitruspflanzen tragen viele Früchte, da aus jeder Blüte eine Frucht entsteht. Besonders kleine Bäume sind mit dieser Vielzahl überfordert. Um die Ausbildung großer, gehaltvoller Früchte zu unterstützen, empfehlen wir das Ausdünnen der Fruchtansätze. Entfernen Sie per Hand alle beschädigten, schon jetzt deutlich zu kleinen oder schlecht positionierten Früchte, damit die Übrigen mehr Platz zum Gedeihen haben.

Die duftenden Öle

Zitruspflanzen sind in allen Teilen reich an ätherischen Ölen. Im Sommer verdampft die Sonne diese Öle und entlockt damit den Blättern ihren süß-frischen Duft. Die Blätter der verschiedenen Zitruspflanzen unterscheiden sich auch in Ihrem Duft. Das Laub der Zitrone riecht frisch-fruchtig, Mandarinenblätter süßlich-herb und die Blätter der Orange süßlich. Besonders intensiv riechen die Fruchtschalen. Sorten wie die Bergamotte und die Buddhas-Hand-Zitrone betören mit ihrem herrlichen „Parfüm“ die Sinne. Deshalb werden viele Zitrusfrüchte auch in der Aromatherapie eingesetzt.

 

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